Erste Oktober-Zahlen

Inflation: So schneiden wir im Euro-Vergleich ab

Die Inflation im Euroraum ist zuletzt auf vier Prozent gestiegen. Österreich schneidet da klar besser ab, muss sich aber Deutschland geschlagen geben.
04.11.2026, 12:05
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Die Inflation in der Eurozone zieht weiter an. Laut der am Mittwoch veröffentlichten Schnellschätzung von Eurostat stiegen die Verbraucherpreise im Oktober 2026 gegenüber dem Vorjahr um 4,0 Prozent. Im September hatte die Teuerung noch 3,8 Prozent betragen.

Österreich liegt damit unter dem Durchschnitt der 21 Euro-Länder. Hierzulande betrug die nach EU-Methode berechnete Inflation im Oktober 3,5 Prozent, nach 3,6 Prozent im September.

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Die ebenfalls am Mittwoch veröffentlichte nationale Inflationsrate von Statistik Austria liegt bei 3,6 Prozent. Die geringe Abweichung ergibt sich aus den unterschiedlichen Berechnungsmethoden.

Energiepreise steigen um mehr als 20 Prozent

Der stärkste Preisanstieg im Euroraum entfällt weiterhin auf Energie. Laut Eurostat verteuerte sie sich im Oktober gegenüber dem Vorjahr um 20,8 Prozent. Im September waren es noch 18,9 Prozent.

Dienstleistungen kosteten im Euroraum durchschnittlich 3,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Bei Nahrungsmitteln, Alkohol und Tabak betrug die Teuerung 1,6 Prozent, bei Industriegütern ohne Energie 1,2 Prozent.

Auch in Österreich bleibt Energie ein wesentlicher Preistreiber. Laut Statistik Austria lag die Energieteuerung im Oktober bei 16,5 Prozent. Bei Dienstleistungen betrug der Preisanstieg 4,1 Prozent. Die Preise für Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak blieben im Jahresvergleich insgesamt unverändert.

Deutschland schneidet deutlich besser ab

Ein Blick auf die einzelnen Euro-Länder zeigt große Unterschiede. In Deutschland sank die Inflationsrate von 3,3 Prozent im September auf 2,8 Prozent im Oktober.

Deutlich höher fällt die Teuerung hingegen in Italien mit 5,6 Prozent und Belgien mit 5,2 Prozent aus. Am stärksten stiegen die Preise laut Eurostat in Litauen mit 6,1 Prozent, gefolgt von Bulgarien mit 6,0 Prozent. Die niedrigste Inflationsrate unter den Euro-Ländern verzeichnete Malta mit 2,3 Prozent.

Österreich liegt mit seinen 3,5 Prozent somit einen halben Prozentpunkt unter dem Durchschnitt der Eurozone, aber weiterhin über Deutschland. Die Zahlen sind vorläufig. Die vollständigen Inflationsdaten für Oktober veröffentlicht Eurostat am 18. November 2026.

tmw, 04.11.2026, 12:05
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