Die Teuerung trifft die Österreicher mitten in der Adventzeit – selbst beim Schoko-Nikolo. Um satte 27 Prozent ist die süße Tradition heuer teurer geworden. Für die SPÖ ein Paradebeispiel dafür, wie sehr die Versäumnisse der früheren Regierung noch immer nachwirken. Diese habe die Inflation nämlich "durchrauschen lassen".
"Die hohe Inflation von heute ist das Versagen der Politik von gestern. Das gilt auch umgekehrt: Die Maßnahmen von heute senken die Inflation in Österreich 2026", halten die Roten gegenüber "Heute" fest.
Das sehe man auch an der Arbeit der SPÖ in der Koalition. Denn während die Vorgängerregierung die Teuerung "durchrauschen ließ" und bei einer Inflationsrate von elf Prozent nicht gehandelt habe, greife man jetzt durch.
Damit löse man nicht nur das Versprechen ein, das man den Bürgern vor Amtsantritt gegeben hatte – nämlich die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen – sondern höre auch auf die Bevölkerung.
"Teuerung ist das wichtigste Thema der Bevölkerung, die Bekämpfung der Teuerung ist die oberste Priorität der SPÖ. Die letzte Regierung hat Inflationsraten von elf Prozent durchrauschen lassen, wir setzen bei Inflationsraten um die vier Prozent wirksame Maßnahmen", hält SPÖ-Klubobmann Philip Kucher gegenüber "Heute" fest.
Kucher verweist dabei auf mehrere Maßnahmen, die mit der SPÖ in der Regierung bereits umgesetzt wurden und das Leben der Österreicher leistbarer machen. Dazu gehört unter anderem schon der Mietpreisstopp (0 Prozent Erhöhung) für alle regulierten Mieten 2025 oder die Strompreiskompensation für die Industrie. Beide Maßnahmen wurden bereits im Nationalrat beschlossen.
Damit aber nicht genug, denn schon nächste Woche sollen im Parlament weitere Maßnahmen fixiert werden. Als Beispiel nennt Kucher die Mietpreisbremse für alle regulierten Mieten 2026 und 2027, sowie der erste Eingriff in unregulierte Mieten.
Auch nach dem wöchentlichen Einkauf soll in Zukunft mehr Geld im Börserl bleiben. Dafür soll das "Gesetz gegen die Shrinkflation" sorgen, dass ebenfalls in der kommenden Woche durch den Nationalrat soll.
Kucher erinnert zudem an die 500 Millionen Euro, die Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) angekündigt hat, um die Haushalte bei ihrer Stromrechnung zu entlasten, sowie den Kampf gegen den Österreich-Aufschlag. Hier sei aktuell das Wirtschaftsministerium am Zug.
Sollten diese Maßnahmen zudem nicht reichen, um die Inflation unter die Zwei-Prozent-Marke zu drücken, verspricht SPÖ-Klubchef Philip Kucher, dass "weitere Maßnahmen folgen werden".