Aufregung um Aushang

"Israelische Bürger nicht willkommen" – Eklat in Lokal

Die israelitische Kultusgemeinde der bayerischen Stadt Fürth ist empört. Der Wirt bestreitet den Antisemitismus-Vorwurf.
Newsdesk Heute
24.09.2025, 22:52
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Große Aufregung um ein Lokal in der bayerischen Stadt Fürth! Konkret geht es um einen zeitweiligen Aushang, der im Inneren der besagten Lokalität angebracht war. Diesem Schreiben zufolge seien dort "israelische Bürgern nicht willkommen".

Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur reagierte die Vorsitzende der örtlichen israelitischen Kultusgemeinde, Julia Tschekalina, empört. Sie warf dem Restaurantbetreiber Antisemitismus vor und fühle sich an das Jahr 1933 zurückerinnert. Damals habe es auch so begonnen, so die Vorsitzende. Sie prangerte eine solche Ausgrenzung als "beschämend und fürchterlich" an.

Aktion war Protest

Inzwischen hat sich auch der Wirt gegenüber der dpa geäußert und die Existenz des Aushangs bestätigt. Dieser sei allerdings nicht beleidigend oder antisemitisch gewesen. Zudem sei das Plakat nach "zwei oder drei Stunden" wieder entfernt worden.

Man sei in der Gaststätte ein internationales Team, welches alle Menschen liebe. Außerdem glaube man, dass die Kinder dieser Welt unter keinen Umständen angetastet werden sollten. Die Aktion sei daher als Protest zu verstehen, welcher keinen politischen, geschweige denn rassistischen Charakter habe. Natürlich wären israelische Mitbürger wieder willkommen, sobald sie ihre Augen, Ohren und Herzen öffnen würden, hieß es in dem Aushang.

Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich in der vergangenen Woche in einem geschäft in Flensburg. "Juden haben hier Hausverbot! Nichts persönliches, auch kein Antisemitismus, kann euch nur nicht ausstehen", stand auf dem mittlerweile entfernten Papier.

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