Der sogenannte "pet-friendly"-Trend hat bereits sehr viele Lebensbereiche erreicht. Man nimmt das Tier in den Urlaub mit, geht mit dem Hund ins Büro oder betritt in manchen Ländern sogar mit dem Tier den Supermarkt. Gemeinden und Städte sorgen für ein reiches Angebot an Freilaufzonen für Hunde, und Restaurants und Cafés haben sogar schon eigene Gerichte, Eis und Leckereien für den Vierbeiner auf der Karte. Ja, sogar Überseereisen werden immer realistischer, da einige Airlines auch große Hunde im Passagierraum erlauben.
Italien sorgt nun für das i-Tüpfelchen und formalisierte eine bezahlte Arbeitsfreistellung für die Pflege des kranken Haustieres und ist somit internationaler Vorreiter. Ob andere Länder folgen werden?
Während Haustierbesitzer in die Hände klatschen, rümpfen andere vielleicht die Nase und fragen: "Geht's noch?" Denen sei jedoch ganz nüchtern gesagt, dass der Haustiermarkt einen erheblichen Faktor für Wirtschaft und das Bruttoinlandsprodukt darstellt. Alleine durch die Hundesteuer werden in Wien etwa 2,3 Millionen Euro im Jahr eingenommen. Man könnte also meinen, dass ein paar Tage benötigter Pflegeurlaub unter bestimmten Regeln zu verkraften sein sollte.
In Italien sind zurzeit drei zusätzliche Urlaubstage pro Kalenderjahr unter der Vorlage eines tierärztlichen Attestes bezahlt möglich. Tierschützer kämpften seit 2017 für eine schrittweise Umsetzung und die Aufnahme dieses Rechts in den Arbeitsverträgen.