Einsteigen, Platz suchen, losfahren: So einfach sollte Bahnfahren im Urlaub sein. Doch wer in Italien mit einem Regionalzug unterwegs ist, sollte vor der Abfahrt einen kurzen Zwischenstopp einlegen. Denn ein gekauftes Papierticket ist dort nicht automatisch gültig. Wer die notwendige Entwertung vergisst, riskiert bei einer Kontrolle eine empfindliche Zusatzgebühr.
Besonders bei den Regionalzügen von Trenitalia – etwa "Regionale" und "Regionale Veloce" – werden Fahrkarten teilweise noch in Papierform ausgegeben. Genau hier steckt die Tücke: Das Ticket muss vor dem Einsteigen an einem Entwerter im Bahnhof aktiviert werden. Die Geräte stehen üblicherweise auf den Bahnsteigen und versehen die Fahrkarte mit Datum und Uhrzeit. Erst danach gilt das Ticket für die Fahrt.
Gerade für ausländische Gäste kann diese Regel leicht zur Falle werden. Wer aus Deutschland oder Österreich an moderne digitale Tickets gewöhnt ist, denkt beim hektischen Umstieg möglicherweise nicht an einen Entwerter.
Bei einer Kontrolle schützt Unwissenheit allerdings nicht vor den Konsequenzen. Die Regeln gelten für Reisende unabhängig davon, ob sie Einheimische oder Touristen sind. Wer ohne korrekt validiertes Ticket erwischt wird, muss daher mit zusätzlichen Kosten rechnen.
Besonders bitter: Bei einer Beanstandung kann schnelles Bezahlen einen erheblichen Unterschied machen. Nach den Beförderungsbedingungen von Trenitalia fallen je nach Zahlungszeitpunkt unterschiedliche Zuschläge an:
Hinzu kommen gegebenenfalls die Kosten für das reguläre Ticket.
Wer sich die Suche nach dem Entwerter ersparen möchte, kann bei Trenitalia auch ein digitales Regionalzugticket kaufen. Bei einem solchen Ticket ist keine zusätzliche Entwertung mit dem Stempelautomaten erforderlich. Bei der Kontrolle wird stattdessen der digitale Fahrschein beziehungsweise der QR-Code am Smartphone vorgezeigt.
Für Urlauber kann das eine praktische Alternative sein – insbesondere dann, wenn am Bahnhof wenig Zeit für den Umstieg bleibt.