Neues Jahr, neues Glück? Offenbar nicht für unsere Haustiere, denn alleine an nur einem Montag sollten insgesamt 33 Tiere bei der Pfotenhilfe unterkommen. Die Chefs des Tierschutzhofes rechnen zwar immer nach Weihnachten mit einem "leichten" Anstieg, aber wie sie solche Dimensionen abfangen sollen, wissen auch die Tierschutz-Profis nicht mehr.
„Alleine gestern Montag hatten wir elf Anfragen von Haltern, die insgesamt 33 Tiere bringen wollen! Wie soll denn das weitergehen?“Johanna StadlerPfotenhilfe-Chefin
Bei den angefragten Abgaben handelt es sich allerdings um Haustiere "quer durchs Gemüsebeet". Hunde, Katzen, Meerschweinchen, Kaninchen, Laufenten, Hähne und 15 Wellensittiche.
Man könnte meinen, dass Tierschützer in Dauerschleife immer dasselbe predigen, als hätte die Schallplatte einen Sprung, aber wie soll man auch sonst an dem jährlichen Dilemma etwas ändern?
CHECKLISTE:
- kann man sich ein Tier leisten?
- will man 365 Tage im Jahr, bis zu 20 Jahre für ein Tier Verantwortung übernehmen?
- darf laut dem Mietvertrag überhaupt ein Haustier einziehen?
- sind alle Familienmitglieder einverstanden und hat auch niemand eine Allergie?
- Will man Urlaube vom Haustier abhängig machen, oder hat man jemanden?
Natürlich kann man nicht alle Eventualitäten planen und jeder kann in Not geraten, doch man sollte bedenken, dass jede Veränderung für das Tier ein Trauma auslösen kann, dass es einfach nicht verdient hat.
Die Pfotenhilfe in Lochen ist einer der wenigen Gnadenhöfe, die auch das liebe Nutzvieh übernimmt, doch mittlerweile gibt es einen absoluten Überschuss an Hähnen.
„Ein Hahn ist für das Sozialgefüge einer Hühnerschar äußerst wichtig, aber bitte lassen Sie die Hühner keinesfalls brüten, denn sonst haben Sie plötzlich jede Menge Hähne und damit ein Riesenproblem. Denn oft fechten diese bei zu wenig Platzangebot blutige Rangkämpfe aus, die sogar tödlich ausgehen können. Und wir haben wirklich schon mehr als genug Hähne!“
Auch die Lautstärke des frühmorgendlichen "Kikerikis" in Wohngebieten darf nicht unterschätzt werden, denn oft hält sich hier die Toleranz der Nachbarn in Grenzen und der Hahn muss gehen.