Die wohl größte Riesenschlange der Welt kriecht und schwimmt bereits seit dem oberen Miozän - also etwa 12 Millionen Jahre - durch unsere Welt und sollte nicht aufgrund unserer Unachtsamkeit für den Planeten jetzt plötzlich verschwinden, oder? Das dachten sich auch die Forscher im biologischen Schutzgebiet "Mbaracayú" in Paraguay und wollten das Monitoring jeder einzelnen Grünen Anakonda durch einen Mikrochip verbessern.
Der Mikrochip soll ähnlich, wie auch bei unseren Haustieren, als "Personalausweis" für das Tier gelten und Aufschluss über ihre Vorlieben zu Wanderungen und Größe des Gebiets geben. Immerhin können Anakondas auch in freier Wildbahn ungestört bis zu 30 Jahre alt werden, weshalb hier eine langfristige Überwachung und Datenerfassung gewaltig zum Schutz der riesigen Schlange beitragen kann.
Die Grüne Anakonda ist weniger weitverbreitet als der "kleine Bruder", die Gelbe Anakonda, doch es wurde erst kürzlich erforscht, dass sich die Grüne Anakonda aus dem Norden von den Exemplaren im Süden unterscheidet. Auch wenn sie momentan noch als "nicht gefährdet" gilt - meist deshalb, da sie ein Meister der Tarnung im schwer zugänglichen Amazonasgebiet ist - wird sie trotzdem aus Angst und aufgrund ihrer Haut bejagt.