Meteorologen mit Winter-Ansage

Jetzt wird es weiß! Neue Schneekarte für Österreich

Wintergruß zu Allerheiligen! Neue Wetterkarten zeigen, wo Österreich jetzt weiß wird. In den Nordalpen fällt Schnee, örtlich sogar bis auf 600 Meter.
31.10.2026, 19:43
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Der Winter klopft pünktlich zu Allerheiligen an! In der Nacht auf Sonntag (1. November) bringt ein Tiefdruckgebiet kalte Luft und Niederschlag nach Österreich. Besonders auf den Bergen dürfte es weiß werden. Eine neue Schneekarte von GeoSphere Austria zeigt jetzt, wo Neuschnee zu erwarten ist.

Die staatliche Wetter- und Erdbebenanstalt rechnet mit einer Schneefallgrenze zwischen 800 und 1.100 Metern. Meteorologe Gerhard Hohenwarter hält in einzelnen Regionen sogar Schneeflocken bis auf 600 Meter Seehöhe für möglich.

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Neue Karte zeigt, wo Schnee fällt

Auf der aktuellen Prognosekarte von GeoSphere Austria sind die erwarteten Neuschneemengen bis Montag, 2. November, 7 Uhr, dargestellt. Besonders auffällig sind die Schneezonen entlang der Alpennordseite. Dort könnten die Niederschläge durch den Nordstau verstärkt werden.

"Winter auf den Bergen: Oberhalb von 800 bis 1000 m Seehöhe wird es am Wochenende weiß, der Schwerpunkt liegt in den nördlichen Staulagen an der Alpennordseite", schreibt GeoSphere Austria dazu.

Vor allem in den Bergregionen von Salzburg, Oberösterreich und der Steiermark ist demnach mit Neuschnee zu rechnen. Weiter westlich sind ebenfalls Schneefälle möglich, allerdings fallen die Mengen regional unterschiedlich aus.

Tief bringt kalte Luft aus Nordosten

Auslöser des kurzen Wintereinbruchs ist ein Höhentief, das sich am Samstag von Nordosten nähert. In der Nacht auf Sonntag und am Sonntagvormittag zieht es über Österreich hinweg. Dabei gehen die Temperaturen auf den Bergen deutlich zurück. Die kalte Luft trifft auf die Alpen und bringt dort Regen und Schnee.

Meteorologe Gerhard Hohenwarter erklärt, dass das Tief aus nördlicher Richtung kommt und vergleichsweise wenig Feuchtigkeit mitführt. Damit dürfte sich der Wintereinbruch vor allem in den Bergen bemerkbar machen. Große Schneemengen im gesamten Land sind nicht zu erwarten.

Schneeflocken örtlich bis 600 Meter

Bei der Schneefallgrenze zeigen die Prognosen regionale Unterschiede. GeoSphere Austria erwartet, dass sie verbreitet auf etwa 800 bis 1.100 Meter sinkt. Hohenwarter sieht örtlich sogar die Möglichkeit, dass Schneeflocken in der Nacht auf Sonntag und am frühen Sonntagmorgen bis auf rund 600 Meter herabfallen.

Auch die Österreichische Unwetterzentrale (UWZ) rechnet mit einer deutlich sinkenden Schneefallgrenze. In den östlichen Nordalpen soll sie nachts etwa 700 Meter erreichen, im zentralen Bergland rund 900 Meter.

Aktuelle Schneekarte der UWZ: Kumulierte Neuschneehöhen bis Sonntagabend.
UBIMET

Bis zu 15 Zentimeter am Dachstein

Besonders interessant ist der Blick auf den Dachstein. Laut Hohenwarters Wettermodell könnten in manchen Bergregionen fünf bis zehn Zentimeter Neuschnee zusammenkommen. Am Dachstein sind demnach örtlich sogar zehn bis 15 Zentimeter möglich.

Die nordöstlichen Alpenregionen stehen bei den Schneefällen besonders im Fokus. Weiter westlich könnten Niederschläge noch die Hohen Tauern erreichen. Selbst auf der Koralpe zwischen Kärnten und der Steiermark sind einzelne Schneeschauer nicht ausgeschlossen. Die tatsächlichen Mengen hängen von der Höhenlage und der Stärke der Niederschläge ab.

So wird das Wetter am Sonntag

Zu Allerheiligen überwiegen in weiten Teilen Österreichs zunächst die Wolken. Laut UWZ fällt von Tirol bis ins Mostviertel sowie im äußersten Süden zeitweise Regen. In den Nordalpen liegt die Schneefallgrenze anfangs bei rund 700 Metern und steigt tagsüber auf etwa 1.000 Meter.

In Vorarlberg, Osttirol und Oberkärnten sowie im äußersten Osten kann sich zwischendurch auch die Sonne zeigen. Der Wind weht meist mäßig aus nördlichen Richtungen. Am Bodensee und am Alpenostrand frischt er zeitweise lebhaft auf.

Danach kommt das nächste Hoch

Nach dem kurzen Wintergruß stellt sich die Wetterlage um. Ein Hochdruckgebiet schiebt sich vom Atlantik in Richtung Nordsee und sorgt in Österreich zunehmend für stabilere Verhältnisse. Auf vielen Bergen stehen die Chancen auf Sonnenschein dann gut. In den Niederungen kann sich dagegen hartnäckiger Hochnebel halten.

Montag und Dienstag noch einmal Schnee

Ganz vorbei ist es mit den Schneeflocken allerdings nicht. Am Montag bleibt es laut UWZ besonders im Süden und Osten häufig trüb. Von den Lavanttaler Alpen über die Steiermark bis ins Südburgenland kann es leicht regnen. Oberhalb von etwa 1.000 Metern fällt stellenweise Schnee.

Auch am Dienstag halten sich verbreitet Wolken. Von der Obersteiermark bis ins östliche Flachland ist gelegentlich leichter Regen möglich. Dabei können oberhalb von 700 bis 900 Metern vorübergehend wieder Schneeflocken dabei sein. Bessere Chancen auf Sonnenschein gibt es im westlichen Bergland, rund um den Alpenhauptkamm sowie in Osttirol und Oberkärnten.

Wie geht es im November weiter?

Hohenwarter erwartet für die kommende Woche insgesamt wenig Wetterbewegung und Temperaturen, die zeitweise deutlich unter dem langjährigen Mittel liegen könnten. "Nächste Woche wird sich relativ wenig tun", erklärt Meteorologe Hohenwarter. Die Luft bleibt dabei für Anfang November vergleichsweise kühl. "Wir sind um 4 Grad unter dem Mittelwert. Sowas sehen wir selten heutzutage."

Bis etwa 8. November deutet sich eine relativ stabile Wetterentwicklung an. Danach gehen die Prognosen der verschiedenen Wettermodelle bei Temperaturen und Niederschlag deutlich auseinander. "Die gute Prognose-Vorhersage endet mit dem 8. November. Keine Ahnung, was in der zweiten Novemberwoche da passieren wird", sagt er mit Blick auf die stark unterschiedlichen Modellläufe ab diesem Datum. Die wild ausschlagenden Niederschlagsspitzen lassen aber erahnen: "Da könnte sich wieder was tun."

red, 31.10.2026, 19:43
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