Meteorologe an Bürger:

"So weitermachen wie bisher geht nicht"

Tage mit über 40 Grad in Österreich sind für Meteorologe Gerhard Hohenwarter ein Warnsignal. Er appelliert: "So weitermachen wie bisher geht nicht."
Newsdesk Heute
10.08.2026, 17:16
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Der Sommer 2026 und insbesondere die historische Hitzewelle in der ersten Augustwoche brachten zustande, was vorher unvorstellbar war. Im Osten Österreichs wurden verbreitet über 40 Grad gemessen - an mehreren Tagen.

"Temperaturen wie wir diesen Sommer erleben, wir hatten 6 Tage mit mehr als 40 Grad, sind ohne globale Erwärmung nicht denkbar, gar nicht möglich", konstatiert ORF-Meteorologe Marcus Wadsak.

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Rückblickend auf das erste Augustdrittel zeigt sich, wie enorm diese Rekordhitze wirklich war: Die Temperatur-Anomalie beträgt laut UWZ +5,4 Grad (!) über dem klimatischen Mittel 1991-2020 unserer Alpenrepublik.

Der 10. August beschließt ein erstes Augustdrittel der Superlative. Die Temperatur-Anomalie beträgt +5,4 Grad über dem klimatischen Mittel 1991-2020.
UWZ

Während diese enorme Hitze landesweit Anlass zur Sorge gibt, richtet Gerhard Hohenwarter gleichzeitig den öffentlichen Appell an alle, der Natur wieder mehr Raum in unseren überhitzenden Städten geben. "So weitermachen wie bisher geht nicht, dass wir alles versiegeln, alles zubauen. Da gilt es anzusetzen", sagt der Kärntner Meteorologe und Bergwanderführer in einer Videobotschaft vorige Woche.

Und genau da könne jeder Bürger etwas beitragen, um positive Veränderung in unserer unmittelbaren Lebensumgebung zu schaffen. Wenn das Grätzl nicht mehr so stark unter drückender Hitze leiden muss, hilft man nicht nur sich selbst und dem eigenen Wohlbefinden, sondern auch den Nachbarn und Mitmenschen.

Die Schuldfrage - obwohl durch die Wissenschaft eindeutig beantwortet - lässt Hohenwarter bewusst außen vor: "Wir müssen uns anpassen, wurscht wer jetzt Schuld ist. Wenn ihr glaubt’s, wir sind nicht schuld dran … ist okay, soll mir recht sein. Aber, was ändern müssen wir trotzdem!"

Die Hitze bleibt

Der Wetter-Fachmann betont: Es ist eben nicht mehr so, wie es früher war, der Sommer 2026 schreibt die Geschichtsbücher neu. Er wird nicht nur nach Hohenwarters Einschätzung wohl ziemlich fix der wärmste Sommer, den wir Menschen hier in Österreich bis dato jemals erlebt haben.

Die außergewöhnlichen Temperaturen sind noch nicht ausgestanden. "Hitze bleibt, flächiger Regen lässt auf sich warten", lautet die wenig erfreuliche Prognose von UWZ-Experte Michele Salmi. Ab Donnerstag dürfte der Hochsommer wieder aufdrehen...

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 10.08.2026, 17:44, 10.08.2026, 17:16