Geförderte Ausbildung

Job fast fix – Doch das AMS streicht Manuela (52) Geld

Die sechsfache Mutter macht eine IT-Ausbildung und hat bereits einen Job in Aussicht. Doch nun endet die AMS-Förderung – ein Jahr vor ihrem Abschluss.
Victoria Carina  Frühwirth
05.10.2026, 05:15
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Für Manuela G. aus dem Bezirk Baden wird das letzte Jahr ihrer Programmierausbildung zum Existenzkampf. Die 52-jährige Mutter absolviert derzeit in Wien eine Ausbildung zur Programmiererin, gefördert über das AMS-Programm "FiT – Frauen in Handwerk und Technik".

"Ich fürchte um meine Existenz"

Im September 2024 startete Manuela die zweijährige Schulung. Gleichzeitig holte sie im ersten Jahr ihre Matura nach. Weil sie dadurch ein Ausbildungsjahr wiederholen musste, wird sie erst im September 2027 fertig. Die AMS-Förderung endet trotzdem nach zwei Jahren.

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„Ich will nicht beim AMS bleiben. Ich muss nur ein Jahr überbrücken, dann kann ich wieder auf eigenen Beinen stehen.“
Manuela G. (52)absolviert eine IT-Ausbildung

Ab 12. September soll Manuela deshalb keine finanzielle Unterstützung mehr über das Programm erhalten. Die Auszahlung ihrer Notstandshilfe wurde mit dem Tag gestoppt, heißt es. Ohne Hilfe wisse sie nicht, wie sie ihre 38-Quadratmeter-Wohnung weiter bezahlen soll. "Ich war vor einem Jahrzehnt schon für fünf Jahre obdachlos, das will ich nie wieder", fürchtet sie im "Heute"-Gespräch.

Dem Ziel zum Greifen nahe

Dabei ist ihr Ziel zum Greifen nahe: Ein Betrieb habe ihr bereits eine Stelle zugesagt, sobald sie im September 2027 ihre Ausbildung abgeschlossen hat. "Ich bin wirklich nur noch einen Schritt von dem entfernt, wo ich immer hinwollte."

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Ein Abbruch ihrer Ausbildung wäre für Manuela besonders bitter. Wegen Problemen mit Knien und Handgelenken seien körperlich belastende Hilfsjobs für sie schwierig. In der IT habe sie dagegen eine Perspektive gefunden. "Ich habe ein Händchen für Technik und programmiere gerne Apps. Das macht mir Spaß."

Ende September musste sie laut eigener Aussage beim AMS eine Betreuungsvereinbarung unterschreiben. Demnach müsse sie zumindest 20 Wochenstunden oder einen Vollzeitjob annehmen, wenn sich etwas ergibt. "Ich will ja gar nicht beim AMS bleiben. Ich muss nur ein weiteres Jahr überbrücken, dann kann ich wieder auf eigenen Beinen stehen."

AMS: Verlängerte Förderung ausgeschlossen

Das AMS Niederösterreich bestätigt auf "Heute"-Anfrage, dass die finanzielle Unterstützung nach zwei Jahren fix endet. Man verstehe, dass dies Manuela "vor große Herausforderungen stellt". Die Förderung sei allerdings von Beginn an auf die reguläre Ausbildungsdauer von zwei Jahren begrenzt gewesen. Laut FiT-Richtlinie gebe es keine Verlängerung, wenn ein Semester oder Ausbildungsjahr wiederholt werden müsse. Sowohl das AMS als auch die FiT-Betreuerin hätten Manuela darüber informiert.

Nach Angaben des AMS wurde auch geprüft, ob andere Unterstützung möglich ist. Dafür wären allerdings mindestens 52 Wochen arbeitslosenversicherungspflichtige Beschäftigung innerhalb der vergangenen zwei Jahre nötig. Diese Voraussetzung erfülle Manuela nicht. Positive Aussichten: Das AMS Baden bietet ihr nun aber erneut ein persönliches Beratungsgespräch an, um mögliche weitere Schritte zu besprechen.

Jetzt braucht Manuela G. Unterstützung mehr denn je:

👉 Wer spenden möchte:
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Manuela will ihre Ausbildung nicht aufgeben und hat inzwischen eine Spendenaktion gestartet. "2027 hätte ich einen tollen Job, der mir Spaß macht. Jetzt fürchte ich, kurz vor dem Ziel wieder alles zu verlieren."

VF,05.10.2026, 05:15
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