Drogenkrieg ausgebrochen

Jordanien fliegt Luftangriffe auf Drogenlager in Syrien

Jordanien fliegt Luftangriffe auf mutmaßliche Waffen- und Drogenlager in Syrien und will damit den Schmuggel an der Grenze eindämmen.
Newsdesk Heute
03.05.2026, 20:52
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Jordanien hat im Nachbarland Syrien Luftangriffe auf ein mutmaßliches Waffen- und Drogenlager geflogen. Das syrische Staatsfernsehen berichtete in der Nacht auf Sonntag unter Berufung auf lokale Kreise: Jordaniens Armee habe "wahrscheinlich (...) ein Hauptquartier von Rebellengruppen im Dorf Schahba in Suweida angegriffen, in dem Waffen und Drogen lagerten".

Die jordanische Armee selbst sprach von einem "Abschreckungseinsatz gegen mehrere von Waffen- und Drogenhändlern genutzte Standorte entlang der Nordgrenze des Königreichs". In einer Aussendung erklärte die jordanische Armee, sie werde "auch weiterhin proaktiv, entschlossen und abschreckend gegen jede Bedrohung der Sicherheit und Souveränität des Königreichs vorgehen". Außerdem wolle sie ihre Fähigkeiten und Ressourcen "mit voller Kraft und Entschlossenheit einsetzen, um dieser Bedrohung zu begegnen".

Laut Angaben der Nachrichtenagentur AFP, die sich auf lokale Kreise in Syrien beruft, trafen mehrere Luftschläge mindestens fünf Ziele, darunter Lagerhallen in der syrischen Stadt Arman. Auch die südsyrische Provinz Suweida, wo vor allem die religiöse Minderheit der Drusen lebt, war betroffen.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte, die ihre Infos von einem Netzwerk an Aktivisten in Syrien bekommt, meldet, dass einer der Angriffe in der Nähe einer Zweigstelle der örtlichen Sicherheitskräfte stattfand.

Jordanien hat in den letzten Jahren die Kontrollen an der Grenze zu Syrien verschärft. Die jordanische Armee geht immer wieder gegen den Schmuggel von Waffen und Drogen im Nachbarland vor. Schon öfter hat Jordanien im Süden Syriens zugeschlagen, um Drogenhändlerringe zu zerschlagen.

Seit dem Sturz des früheren Machthabers Baschar al-Assad durch islamistische Milizen im Dezember 2024 haben sich Amman und Damaskus darauf verständigt, den Drogenschmuggel an der gemeinsamen Grenze noch stärker zu bekämpfen. Eine der wichtigsten Drogen, die aus Syrien geschmuggelt werden, ist das Aufputschmittel Captagon. Besonders in der ölreichen Golfregion gibt es dafür eine große Nachfrage.

Die amphetaminähnliche Droge hat die Region in den letzten Jahren regelrecht überschwemmt und war unter Assad Syriens größter Exportartikel. Immer wieder berichten Nachbarländer von Beschlagnahmungen und fordern den Libanon und Syrien auf, sich noch mehr im Kampf gegen den Drogenhandel zu engagieren.

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