Machtkampf im Burgenland

Kampfabstimmung fix – Jaksch will FPÖ-Landeschef werden

Bei der FPÖ Burgenland kommt es zum Duell um die Parteispitze. Mario Jaksch tritt beim Landesparteitag gegen Amtsinhaber Alexander Petschnig an.
Newsdesk Heute
01.10.2026, 11:37
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Bei der FPÖ im Burgenland kommt es beim Landesparteitag zu einer Kampfabstimmung um die Parteispitze. Landtagsabgeordneter Mario Jaksch will am 18. Oktober in Jennersdorf gegen den amtierenden Landesparteiobmann Alexander Petschnig antreten.

Jaksch bestätigte seine Kandidatur am Donnerstag gegenüber der APA. Als Grund nennt der 45-Jährige unter anderem Verbesserungsbedarf bei der Organisation der Landespartei. Besonderes Augenmerk legt er dabei auf die Kommunalwahlen, die im Burgenland in einem Jahr stattfinden.

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Jaksch kritisiert Parteiorganisation

Bei der Landtagswahl 2025 habe die FPÖ mit Spitzenkandidat Norbert Hofer zwar ein "super Wahlergebnis" erzielt. Seither habe sich die Organisation nach Ansicht von Jaksch allerdings nicht ausreichend weiterentwickelt.

Er bemängelt unter anderem die Kommunikation und Einbindung der Ortsgruppen. Auch die Stimmung innerhalb der Partei sei aus seiner Sicht verbesserungswürdig. "Deshalb habe ich gesagt: Ich stelle mich der Kandidatur als Alternative für die, die das auch so sehen wie ich."

Jaksch will die burgenländische FPÖ organisatorisch stärker aufstellen und sieht andere FPÖ-Landesparteien dabei bereits weiter. Nun wolle er selbst Verantwortung übernehmen und sich der Wahl stellen.

Petschnig reagiert gelassen

Der amtierende Landesparteichef Alexander Petschnig zeigte sich von der Gegenkandidatur unbeeindruckt. "Das ist Demokratie", erklärte er gegenüber der APA.

Jaksch könne seine Vorstellungen beim Landesparteitag präsentieren, anschließend würden die Delegierten entscheiden. Petschnig selbst will dort auf die Entwicklung und Errungenschaften der FPÖ Burgenland in den vergangenen drei Jahren verweisen.

Die Kritik seines Herausforderers an der Parteiorganisation kann Petschnig "nicht nachvollziehen".

Umbau der Landesgeschäftsstelle geplant

Sollte Jaksch die Wahl gewinnen, plant er Veränderungen in der Landesgeschäftsstelle. Diese soll personell und räumlich umgebaut und stärker zu einer "Servicestelle" für die Funktionäre werden.

Aus seiner Sicht sei in wichtigen Bereichen zu wenig passiert, etwa "beim regelmäßigen Austausch mit der Basis, beim Aufbau starker landesweiter Strukturen und bei der verbindlichen Vorbereitung der Gemeinden".

Über seine Kandidatur informierte Jaksch den Landtagsklub bereits am Mittwochabend während einer Klubsitzung.

Den Posten des Klubobmanns, den derzeit Christian Ries innehat, strebt er nicht an. Jaksch geht davon aus, dass die Aufgabe als Landesparteiobmann bereits genügend Arbeit mit sich bringen würde.

Entscheidung fällt am 18. Oktober

Jaksch sieht Chancen, sich bei der Abstimmung gegen Petschnig durchzusetzen. Der 45-Jährige sitzt seit dem Vorjahr im burgenländischen Landtag. In seiner Heimatgemeinde Bruckneudorf gehört er dem Gemeindevorstand an und führt zudem die FPÖ-Bezirksgruppe Neusiedl am See. Jaksch hat einen Bachelorabschluss in Politikwissenschaft und ist verheiratet.

FPÖ-Landesgeschäftsführer Rudolf Smolej verwies angesichts der angekündigten Kandidatur auf die Regeln innerhalb der Partei. Beim Landesparteitag habe jeder das Recht, "aufzustehen und zu kandidieren".

Zur Kritik an der Landesgeschäftsführung erklärte Smolej, dass es sich um eine sehr kleine Organisation handle.

red,01.10.2026, 11:37