Im Tierschutzhaus von Tierschutz Austria in Vösendorf brennen Kerzen für Tiere, die nie ein Zuhause gefunden haben, und für jene, die dort ihre letzte Ruhe gefunden haben. Auch am 27. Oktober, dem mexikanischen Gedenktag "Día de los Animales Difuntos", wird weltweit an verstorbene Haustiere erinnert.
"Allerheiligen und der Tag der verstorbenen Haustiere sind für uns Tage der Dankbarkeit und Erinnerung", sagt Dr. Madeleine Petrovic, Präsidentin von Tierschutz Austria und dem Wiener Tierschutzverein, laut einer APA-OTS-Aussendung. "Jedes Tier, das zu uns kommt, hinterlässt Spuren. Manche dürfen in eine neue Familie ziehen, andere bleiben bis zuletzt bei uns. Sie alle sind Teil unserer Geschichte."
Die Tierschutzarbeit sei oft von Protesten, Kampagnen und Rettungseinsätzen geprägt. An diesen Tagen werde es jedoch still. "Wir nehmen uns bewusst Zeit, um innezuhalten", erzählt Petrovic. "Es tut gut, kurz aus dem Alltag auszusteigen und den Tieren zu danken, die uns geprägt haben."
„Wir nehmen uns bewusst Zeit, um innezuhalten. Es tut gut, kurz aus dem Alltag auszusteigen und den Tieren zu danken, die uns geprägt haben.“Dr. Madeleine Petrovic Präsidentin, Tierschutz Austria
Tierschutz Austria gedenkt in diesen Tagen auch tierlieben Menschen, die sich ihr Leben lang für den Schutz und das Wohl von Tieren eingesetzt haben. Mehr als hundert Gräber wurden in den vergangenen Wochen geschmückt – als Zeichen der Verbundenheit über den Tod hinaus.
Zu den Geehrten zählt auch Dr. Ignaz Franz Castelli. Er gründete vor 180 Jahren den Wiener Tierschutzverein und legte damit den Grundstein für die organisierte Tierschutzarbeit in Österreich.
"Viele dieser Menschen, wie unser Gründer Franz Castelli, haben den Tierschutzgedanken getragen, lange bevor er selbstverständlich war", sagt Petrovic. "Ohne sie gäbe es unser Tierheim in dieser Form nicht. Der Tag der verstorbenen Haustiere und Allerheiligen erinnern uns daran, dass Mitgefühl keine Grenze zwischen Mensch und Tier kennt."