Eben noch schlurfte der Vierbeiner bei sommerlichen Temperaturen eher gemütlich von Schattenplatz zu Schattenplatz – und plötzlich rast er wieder wie von der Tarantel gestochen über die Wiese. Viele Hundehalter beobachten im Herbst einen regelrechten Energieschub bei ihren Vierbeinern.
Das ist keine Einbildung: Kühlere Temperaturen machen körperliche Aktivität für Hunde natürlich wieder angenehmer. Denn anders als wir Menschen können sie ihre Körpertemperatur kaum durch Schwitzen regulieren. Ihre wichtigste "Klimaanlage" ist das Hecheln, bei dem durch Verdunstung, Wärme abgegeben wird. Je wärmer und feuchter es draußen ist und je stärker sich ein Hund bewegt, desto größer wird die Belastung für dieses Kühlsystem.
Vor allem heuer war der Sommer für unsere Vierbeiner eine echte Herausforderung, denn bei wochenlangen Temperaturen über 35 Grad Celsius, mussten sie mit ihren Energien gut haushalten. Die Spielfreude blieb hier natürlich auf der Strecke und seit der Herbst an die Tür klopft, ist das Temperament zurück. Rennen, Spielen, Schnüffeln - alles scheint wieder richtig Spaß zu machen und die Kondition des Vierbeiners ist zurück.
Auch die mentale Auslastung kann jetzt gefördert werden, denn vor allem Nasenarbeit ist endlich wieder möglich. Im Sommer, während der Hund ununterbrochen hechelt, ist riechen fast aussichtslos und schrecklich anstrengend. Hat es dein Hund leichter seine Körpertemperatur zu halten, ist auch das Schnüffeln wieder viel leichter und spannender.
Auch wenn der Wuff jetzt viel mehr Energie zu haben scheint, so sollte man trotzdem keinen Kaltstart hinlegen, wenn man den Sommer eher als Couchpotato verbracht hat. Auch der Hund muss seine Kondition langsam steigern, Muskeln wieder aufbauen und Gelenke und Sehnen nicht sofort überbeanspruchen. Davon mal abgesehen, stehen jetzt moderaten Spaziergängen und Wanderungen nichts im Wege und nicht nur dem Vierbeiner tut frische Luft und Waldesruh richtig gut.