Manchmal schreibt das Leben die schönsten Geschichten! Als Joshua Howell und seine Frau Faye ein kleines Haus in Ozone, im US-Bundesstaat Arkansas, kaufen, freuen sie sich auf einen Neuanfang inmitten der idyllischen Ozark-Berge. Doch beim Einzug wartet eine Überraschung auf das Paar: Das vermeintlich leer stehende Haus hat bereits 43 Bewohner – und alle haben vier Pfoten! Der Vorbesitzer hatte die Katzenkolonie einfach zurückgelassen. Viele der Samtpfoten sind abgemagert, krank oder trächtig. Statt eines gemütlichen Einzugs steht das Paar plötzlich vor einer gewaltigen Tierschutzaufgabe.
Was zunächst wie ein schlechter Scherz klingt, ist für Joshua allerdings beinahe ein Wunder. Jahre zuvor hatte er bei einem schweren Unfall eine traumatische Hirnverletzung erlitten und musste in ein künstliches Koma versetzt werden. Als er wieder erwachte, erzählte er seiner Frau von einem ganz besonderen Traum: Er wollte eines Tages 100 Katzen retten! Faye versprach ihm damals, diesen Wunsch gemeinsam zu verwirklichen. Dass die beiden ausgerechnet ein Haus mit einer ganzen Katzenkolonie kaufen würden, hätte wohl niemand für möglich gehalten.
Anstatt die unerwarteten Mitbewohner ihrem Schicksal zu überlassen, krempelt das Paar die Ärmel hoch. Unter dem Namen "Sunshine Pines Rescue" gründen Joshua und Faye eine eigene Tierrettung. Die Katzen werden gefüttert, medizinisch versorgt und nach und nach kastriert. Besonders dringend ist die Versorgung der zahlreichen Katzenbabys, denn anfangs entdeckt das Paar beinahe jede Woche einen neuen Wurf.
Inzwischen kümmern sich die beiden um rund 42 Katzen und arbeiten daran, ein sicheres Katzengehege zu errichten. Leicht ist das nicht, denn Joshua und Faye leben selbst mit körperlichen Einschränkungen und sind auf Unterstützung angewiesen.
Was für andere Hauskäufer wohl ein Grund zur Verzweiflung gewesen wäre, wurde für Joshua und Faye zur Lebensaufgabe. Die beiden möchten ihren Schützlingen ein dauerhaftes, liebevolles Zuhause bieten.
Und auch wenn die Geschichte beinahe zu schön klingt, um wahr zu sein, hat sie einen ernsten Hintergrund: Ohne Kastration können sich Katzenkolonien rasend schnell vergrößern. Die Geschichte aus Arkansas zeigt deshalb nicht nur, wie viel Tierliebe in zwei Menschen stecken kann, sondern auch, wie wichtig verantwortungsvoller Tierschutz ist. Joshua hat seinen Traum von 100 geretteten Katzen zwar noch nicht vollständig erfüllt – aber die ersten 43 haben sein Leben bereits für immer verändert.