Tierische Geschichten

Vor diesem Hund hatten alle Angst - bis auf Eine

Er biss zu, knurrte und ließ niemanden an sich heran. Mischling "Blacky" galt als hoffnungsloser Fall. Doch eine Hundetrainerin aus NÖ glaubte an ihn.
16.10.2026, 12:35
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Manchmal braucht es nur einen einzigen Menschen, der nicht aufgibt! Als der heute neunjährige Mischlingsrüde "Blacky" im Frühjahr 2024 auf dem Assisi-Hof des Österreichischen Tierschutzvereins in Stockerau (NÖ) landete, hatte er bereits eine traurige Vergangenheit hinter sich. Zahlreiche Besitzerwechsel, schwere Bissvorfälle und ein völlig zerstörtes Vertrauen in Menschen machten ihn zum vermeintlich unvermittelbaren "Problemhund".

Doch Hundetrainerin Viktoria Telloglou sah hinter seinen gefletschten Zähnen vor allem eines: einen verzweifelten Hund voller Angst.

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Eine Pfote veränderte alles

Die gebürtige Griechin hatte zwölf Jahre lang mit Straßenhunden in Thessaloniki gearbeitet und wusste, dass Vertrauen nicht erzwungen werden kann. Anfangs durfte sie sich Blacky nur durch ein Sicherheitsgitter nähern. "Sein Körper war angespannt, die Rute zwischen die Hinterbeine geklemmt, und er war ständig in Alarmbereitschaft", erinnert sie sich. Mit viel Geduld, klaren Grenzen und ausreichend Abstand begann sie, dem verängstigten Rüden wieder Sicherheit zu vermitteln.

„Das war der Wendepunkt ...“
Viktoria Telloglou Hundetrainierin, Assisi-Hof, Stockerau

Nach sechs Wochen geschah schließlich etwas Wunderschönes: Blacky streckte vorsichtig seine Pfote durch das Gitter und berührte ihre Hand. Als Viktoria daraufhin die Tür öffnete, kam der große schwarze Hund zu ihr und schmiegte sich in ihre Arme. "Das war der Wendepunkt. Ich hatte endlich sein Vertrauen gewonnen", erzählt die Hundetrainerin gerührt.

Nach zwei Jahren endlich angekommen

Von da an ging es Schritt für Schritt bergauf. Blacky entdeckte seine Freude an langen Spaziergängen, wurde zunehmend entspannter und zeigte endlich auch seine verspielte Seite. Mehr als zwei Jahre dauerte die intensive Betreuung, bis aus dem ständig gestressten Rüden ein Hund wurde, der wieder Vertrauen fassen konnte. Im Oktober 2026 folgte dann das Happy End: Blacky fand einen erfahrenen Hundehalter, der seine Bedürfnisse versteht und ihm ein dauerhaftes Zuhause schenkt. Sogar ein vierbeiniger Freund wartet dort auf ihn: Mit Hund "Peaches" verstand sich Blacky auf Anhieb prächtig.

Bilder sagen mehr als Worte - denn sie zeigen "Blackys" Familienglück.
©privat

Für den Österreichischen Tierschutzverein ist Blackys Geschichte ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass hinter vermeintlich aggressivem Verhalten oft Angst, Überforderung und schlechte Erfahrungen stecken. Allerdings brauchen Hunde mit einer solchen Vorgeschichte professionelle Betreuung, viel Geduld und verantwortungsbewusste Menschen. Damit auch andere schwierige Schützlinge eine zweite Chance erhalten, bittet der Verein um Spenden für seine Tierschutzarbeit. Denn manchmal dauert der Weg ins Glück eben etwas länger – aber Blacky zeigt, wie sehr es sich lohnt, ihn gemeinsam zu gehen.

red, 16.10.2026, 12:35
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