Mentale Gesundheit

KI als Therapeut? Experten warnen eindringlich

Zwei Drittel aller jungen Menschen sprechen mit KI über seelische Belastungen. Experten schlagen Alarm.
Heute Life
28.04.2026, 12:07
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Immer mehr junge Leute vertrauen Chatbots ihre innersten Gedanken und Sorgen an. Eine neue Umfrage zeigt: Rund zwei Drittel der jungen Menschen nutzen KI-Programme wie ChatGPT, um über psychische Belastungen zu reden.

Erschreckende Entwicklung

Bei Menschen mit einer diagnostizierten Depression ist der Trend besonders auffällig: Mehr als ein Drittel (35 Prozent) der Betroffenen gibt an, mit Chatbots über die eigene Erkrankung zu sprechen. Nun warnt die Stiftung Deutsche Depressionshilfe nun eindringlich vor dieser Entwicklung. Für die Untersuchung wurden 2.500 Menschen im Alter von 16 bis 39 Jahren befragt.

Fachleute raten zur Vorsicht

Die Experten betonen: Gespräche mit KI können eine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung nicht ersetzen. "Depression ist eine schwere, oft lebensbedrohliche Erkrankung, und Betroffene sollten sich unbedingt weiterhin an Hausärzte, Psychiater oder psychologische Psychotherapeuten wenden", so die Stiftung.

Besonders problematisch: Manche Betroffene sehen KI-Gespräche bereits als Alternative zu professioneller Hilfe. Viele KI-Angebote sind jedoch gar nicht für therapeutische Zwecke entwickelt worden.

In akuten Krisen versagen die Systeme

Hinzu kommt, dass umfassende wissenschaftliche Studien fehlen, ob KI-Chatbots Betroffenen eher helfen oder schaden. Gerade beim Umgang mit akuten Krisen stoßen die Systeme an ihre Grenzen.

Wer digitale Unterstützung nutzen möchte, sollte laut Fachleuten auf geprüfte Angebote setzen. Dazu zählen etwa zugelassene digitale Gesundheitsanwendungen – sogenannte "Apps auf Rezept" – sowie begleitete Online-Programme.

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