In Kanada hat sich ein Teenager durch blindes Vertrauen in Künstliche Intelligenz in Lebensgefahr gebracht. Der 16-Jährige aus British Columbia wollte seinen ersten Outdoor-Kletterversuch am Crown Mountain bei Vancouver wagen – und ließ sich dabei von der KI Claude die Route planen.
Der junge Hobbykletterer hatte zwar Erfahrung mit Indoor-Kletterparcours, am echten Berg war er aber ein Anfänger. Der Crown Mountain ist 1.504 Meter hoch, der Pfad nach oben rund zehn Kilometer lang.
Wie t3n unter Berufung auf CTV News schreibt, nahm der Teenager zunächst die Gondel auf den benachbarten Grouse Mountain. Statt sich vorher über die richtige Strecke zu informieren, bat er Anthropics KI-Tool Claude um eine Route. Anfangs funktionierte das auch – doch dann schickte ihn die KI auf den falschen Weg.
Der Teenager musste schwieriges Gelände überqueren, bis er schließlich an einer unüberwindbaren Steilwand ankam. Die Felswand trägt den bezeichnenden Spitznamen "Witwenmacher". Dort setzte der 16-Jährige einen Notruf ab.
Schließlich wurde er per Hubschrauber von North Shore Rescue geborgen – einem freiwilligen Rettungstrupp aus der Region. Der Vorfall reiht sich ein in eine Liste von Fällen, in denen Menschen sich zu sehr auf KI verlassen haben.