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KI verrät, warum Beamte und Staat korrupt werden

Spannende Spielereien, tolle Technik, fürchterliche Flops im Digital-Telegramm. Jeden Tag der Woche liefert "Heute" drei aktuelle Kurzmeldungen.
Digital  Heute
08.07.2026, 16:20
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Montag, 06. Juli 2026

KI verrät, warum Beamte und Staat korrupt werden

Forschende der Wirtschaftsuniversität Wien haben mithilfe von KI untersucht, welche Faktoren die Korruptionsanfälligkeit von Beamten beeinflussen. Die Analyse von Daten von rund 18.000 Personen aus 90 Ländern zeigt, dass individuelle Werte und Einstellungen – insbesondere eine starke Orientierung an demokratischen Prinzipien – aussagekräftiger sind als Einkommen oder Bildung. Die KI-Modelle ermöglichten es zudem, mehr als 100 potenzielle Einflussfaktoren zu vergleichen und Erkenntnisse für die Korruptionsprävention im öffentlichen Sektor zu gewinnen.

Studie warnt vor US-Abhängigkeit der Rüstungs-Cloud

Eine Studie der Horváth zeigt, dass Europas Verteidigungsindustrie bei Cloud-Diensten von US-Anbietern abhängig ist. 72 Prozent der Cloud-Nutzung laufen über Unternehmen wie Microsoft, Amazon und Google, während europäische Anbieter auf 13 Prozent kommen. Laut Befragung sehen viele Führungskräfte darin ein Sicherheitsrisiko, da der US-CLOUD Act amerikanischen Behörden unter Voraussetzungen Zugriff auf Daten ermöglichen kann. Gleichzeitig gilt KI als wichtigste technologische Entwicklung im Verteidigungsbereich, deren Potenzial jedoch ohne eine souveräne europäische Cloud-Infrastruktur nur eingeschränkt genutzt werden könne.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen
72 Prozent der Cloud-Nutzung laufen über Unternehmen wie Microsoft, Amazon und Google, während europäische Anbieter auf 13 Prozent kommen.
REUTERS

FH OÖ startet EU-Projekt für Vertrieb der Zukunft

Die Fachhochschule Oberösterreich baut gemeinsam mit 13 Partnern aus sechs europäischen Ländern ein EU-weites Kompetenznetzwerk für modernen Vertrieb auf. Das mit drei Millionen Euro geförderte Projekt "CoVE-Sales" soll neue Ausbildungsstandards entwickeln, den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und digitalen Lernmethoden fördern sowie Vertriebskarrieren attraktiver machen. Ein besonderer Fokus liegt auf lebenslangem Lernen und der stärkeren Einbindung von Frauen in den Vertrieb. Ziel ist es, Unternehmen mit zukunftsorientierten Vertriebskompetenzen wettbewerbsfähiger zu machen.

Das gesamte Projektkonsortium am Tag 2 des Partnermeetings in Teramo an der Partner University of Teramo.
FH OÖ

Dienstag, 07. Juli 2026

Wels erhält offenes Glasfasernetz für Tausende Haushalte

Die eww Gruppe und die Österreichische Glasfaser-Infrastrukturgesellschaft starten im Herbst den Glasfaserausbau für Privathaushalte in Wels. Das Netz bleibt im Eigentum der eww Gruppe, wird aber als offenes Netz von der öGIG betrieben, sodass Kunden aus mehr als 20 Internetanbietern wählen können. In den ersten zwei Jahren sollen rund 23.000 Menschen angeschlossen werden, langfristig sind bis zu 42.000 Einwohner geplant. Die Partner bezeichnen das österreichweit einzigartige Kooperationsmodell als wichtigen Schritt für leistungsfähiges Highspeed-Internet und mehr Wettbewerb bei Internetanschlüssen.

Simon Innerhuber (Projektleiter eww ag), Florian Niedersüß (Vorstandsvorsitzender eww ag), Nermin Adzamija (Leiter eww ITandTEL), Bürgermeister Dr. Andreas Rabl (Aufsichtsratsvorsitzender eww ag), Hartwig Tauber (GF und Projektleiter öGIG), Alfred Pufitsch (CEO öGIG).
Eventfoto Simlinger

Parallels feiert 20 Jahre Parallels Desktop

Vor zwanzig Jahren begann die Entwicklerreise von Parallels Desktop, nachdem Apple seinen ersten Intel-Mac-Computer veröffentlicht hat. Damals bis zum heutigen Tag hat es sich Parallels zur Aufgabe gemacht, Mac-Nutzern die Ausführung der von ihnen benötigten Anwendungen und Betriebssysteme zu erleichtern – ohne Kompromisse. Auf seinem Blog zeigt Parallels seinen Weg von den Anfängen im Jahr 2006 mit der ersten Anwendung von Parallels Desktop bis zu den jüngsten Updates rund um die Arm-Macs.

Unternehmen starten Initiative für digitale Souveränität

Mehrere österreichische Unternehmen, darunter A1 Telekom Austria, Anexia, Erste Bank und Vienna Insurance Group, haben die "Initiative Digitale Souveränität" gegründet. Ziel ist es, Europas technologische Unabhängigkeit durch europäische Cloud-, KI- und Digitaltechnologien zu stärken sowie Abhängigkeiten von außereuropäischen Anbietern zu reduzieren. Die Initiative will Innovation, Cybersicherheit und den Schutz kritischer Infrastruktur fördern und sich mit einem Positionspapier in den politischen und wirtschaftlichen Dialog einbringen.

Österreichische Leitunternehmen bündeln Kräfte für ein technologisch unabhängiges Europa.
A1 Telekom Austria/APA-Fotoservice/Martin Hörmandinger

Mittwoch, 08. Juli 2026

VwGH stärkt Rechtssicherheit bei DSGVO-Auskünften

Der Verwaltungsgerichtshof hat den Umfang des Auskunftsrechts nach der DSGVO präzisiert und die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs bestätigt. Demnach besteht kein genereller Anspruch auf Herausgabe kompletter Dokumente oder interner Datenbankstrukturen – ein strukturierter Datenauszug mit den personenbezogenen Daten genügt in der Regel. Gleichzeitig stellte das Höchstgericht klar, dass Geschäftsgeheimnisse und sensible Berechnungsmodelle geschützt bleiben können. Das Auskunftei-Unternehmen CRIF begrüßt das Urteil als wichtigen Beitrag zu mehr Rechtssicherheit für Unternehmen und Betroffene.

CRIF begrüßt die Klarstellung durch den Verwaltungsgerichtshof (VwGH).
pixabay.com

Fußball-WM sorgt für Internet-Rekord bei DE-CIX

Die DE-CIX hat während des WM-Achtelfinales zwischen Argentinien und Ägypten einen neuen Rekord beim weltweiten Internetverkehr gemessen. Der Datendurchsatz erreichte mit 29,5 Terabit pro Sekunde den höchsten jemals registrierten Wert, während auch der DE-CIX Frankfurt mit 19,6 Terabit pro Sekunde einen Höchststand verzeichnete. Als Haupttreiber nennt das Unternehmen neben dem Fußball-Streaming vor allem Cloud-Dienste, Künstliche Intelligenz und den weltweit steigenden Datenaustausch.

So rüstet Österreich seine Cyber-Abwehr für die Zukunft

Cyberangriffe auf Unternehmen, Behörden und kritische Infrastruktur nehmen weltweit zu – und genau hier setzt die FH Oberösterreich in Hagenberg seit einem Vierteljahrhundert an. Das Department Sichere Informationssysteme feierte sein 25-jähriges Bestehen und gilt heute als eines der führenden Ausbildungs- und Forschungszentren für Cybersecurity in Österreich. Mehr als 1.670 Studierende wurden bereits ausgebildet, viele von ihnen arbeiten mittlerweile in Schlüsselpositionen bei Unternehmen, Behörden und Sicherheitsorganisationen.

25 Jahre Department Sichere Informationssysteme in Hagenberg: Landeshauptmann Thomas Stelzer gratulierte mit Hofrat i.R. Manfred Schleinzer (BMLV), Hagenbergs Bürgermeister David Bergsmann, FH OÖ-Präsident Michael Rabl, der kaufmännischen Geschäftsführerin Isolde Perndl, Dekan Stefan Wagner und Departmentleiter Robert Kolmhofer.
E. Pils

Donnerstag, 09. Juli 2026

Fußball-Fieber hat ganz Twitch erfasst

Während die Fußballsaison in ihre entscheidende Phase geht, etabliert sich Twitch zunehmend als zentrale Plattform für Fans, die mehr als nur das Spiel sehen möchten. Abseits des traditionellen Fernsehens ermöglicht die Live-Streaming-Plattform ein dynamisches und gemeinschaftliches Erlebnis bei der Verfolgung von Sportereignissen. An jedem Spieltag schalten sich Hunderttausende Zuschauer ein, um die Spiele gemeinsam mit ihren Lieblings-Streamern zu verfolgen. EliasN97 beispielsweise zieht regelmäßig bis zu 90.000 Zuschauer an.

An jedem Spieltag schalten sich Hunderttausende Zuschauer ein, um die Spiele mit ihren Lieblings-Streamern zu verfolgen.
Twitch

Neuer Anbieter beim digitalen Parken in Wien

Autofahrer in Wien können ihre Parkscheine auf allen städtischen Parkplätzen mit Gebührenpflicht ab sofort auch mit der App "Parkster" lösen. Angemeldete Nutzer parken mit Parkster zum gleichen Preis wie am Parkscheinautomaten. Die Parkster App ist auf Google Play und im App Store kostenlos erhältlich. Zum Parken suchen Autofahrer in der App zunächst die richtige Parkfläche – per Standorterkennung oder über die Kartenansicht. Dann geben sie Parkdauer und ihr Kennzeichen ein und wählen ihre Bezahlmethode.

Über die App "Parkster" können Autofahrer in Wien ihren digitalen Parkschein auch ohne Servicekosten lösen.
Parkster/apeloga.se

Österreich kauft seinen Alltag zunehmend online

Laut aktuellem Payment Report 2025 des Zahlungsdienstleisters Nexi verzeichnen Lebensmittel mit einem Plus von 3,5 Prozentpunkten das stärkste Wachstum aller Kategorien und erreichen bereits 22 Prozent. Bekleidung bleibt mit 45 Prozent die meistgekaufte Kategorie im österreichischen Online-Handel, verliert aber leicht. Apothekenartikel (27,5 %) und Beauty-Produkte (23 %) sind fest etabliert. Der Trend ist eindeutig: Online-Shopping entwickelt sich vom klassischen Modekauf hin zu regelmäßigen Alltagsbedarfskategorien.

Damir Leko, Country General Manager von Nexi in Österreich.
Nexi Austria, Bernd Sumereder

Freitag, 10. Juli 2026

A1 Summer Sale mit Smartphones ab 0 Euro

Mit dem A1 Summer Sale startet A1 in die heiße Phase des Sommers: Kundinnen und Kunden profitieren von Angeboten rund um Smartphones – viele Modelle gibt es ab 0 Euro. Das Angebot gilt für neue und für bestehende A1-Kunden. Allen voran das Samsung Galaxy S26 ab 0 Euro im Tarif A1 Mobil L (um 64,90 Euro/Monat mit A1 Family, sonst 69,90 Euro mit 24 Monaten Bindung, zuzüglich einmalig 6,60 Euro Speichermedienvergütung) sowie das iPhone 17 um 149 Euro im selben Tarif. Der A1 Summer Sale startet am 13. Juli.

Auch das Samsung Galaxy S26 ist bei A1 Summer Sale dabei.
Samsung

Drei startet Testaktion zur Vivo Mixed-Reality Brille

2025 präsentierte Vivo sein erstes Mixed-Reality-Headset – eine Kombination aus VR- und AR-Brille, die immersive Videos, hyperrealistische Games und Live-Sport der nächsten Generation mit 8K Premium Display liefert. Ab sofort kann die in Europa noch nicht erhältliche MR-Brille von allen Technikfans in ausgewählten Drei-Shops ausprobiert werden: Ab sofort bis 25. Juli im Donauzentrum und Plus City Pasching, ab 31. Juli bis 22. August im Klagenfurt Südpark und SCS und ab 28. August bis 19. September im Graz Murpark und Mariahilf.

Business Angels suchen Erfolgs-Startups

Beim Business Angel Summit 2026 in Kitzbühel präsentierten sich zwölf österreichische Startups vor nationalen und internationalen Investorinnen und Investoren. Aus mehr als 80 Bewerbungen wurden die vielversprechendsten Projekte ausgewählt – von KI und Medizintechnik bis zu nachhaltiger Energie und 3D-Druck. Der von der Standortagentur Tirol und der Austria Wirtschaftsservice (aws) organisierte Summit soll Startups mit Kapital, Know-how und wichtigen Kontakten zusammenbringen.

Bernhard Sagmeister (aws), Alexander Pekarsky und Elisabeth Brunner (Thyra Imaging), Doris Müller und Bernhard Müller (Startup M-Chem) und Lisa Spöck (Standortagentur Tirol) beim 12. Business Angel Summit in Kitzbühel.
Standortagentur Tirol

Samstag, 11. Juli 2026

Bitdefender RealCheck für Deepfake-Erkennung

Bitdefender hat mit Bitdefender RealCheck eine Lösung vorgestellt, die privaten Anwendern hilft, die Echtheit von Video-Inhalten auf digitalen Plattformen zu bewerten. Die Einzellösung untersucht zudem, ob bösartige Motive vorliegen – Finanzbetrug, Diebstahl von Zugangsdaten oder die Absicht, ein Opfer zu verleumden. Angesichts der Tatsache, dass sich Deepfakes in beispielloser Geschwindigkeit verbreiten, bietet Bitdefender RealCheck ein leicht zugängliches Tool. Anwender können den Dienst in Google Play oder im App Store herunterladen.

Mit Geodaten zum strategischen Wettbewerbsvorteil

Geodaten werden für Unternehmen zunehmend zum strategischen Erfolgsfaktor. Darauf verweist die Wiener SynerGIS Informationssysteme GmbH, Österreichs exklusiver Esri-Partner. Mit digitalen Karten und digitalen Zwillingen lassen sich laut Unternehmen Standorte besser planen, Versorgungsrisiken erkennen und Infrastruktur effizienter steuern. Energieversorger, Industrie, Handel und öffentliche Einrichtungen nutzen die Technologie bereits für datenbasierte Entscheidungen. Im September lädt SynerGIS zur User Conference nach Tulln.

Magenta knackt Glasfaser-Meilenstein in Österreich

Magenta und das Joint Venture Alpen Glasfaser haben einen Meilenstein beim Glasfaser-Ausbau erreicht: Mehr als 100.000 Haushalte in 60 Gemeinden und fünf Bundesländern können inzwischen an das Netz angeschlossen werden. Seit dem Start 2023 wurden über 1.200 km Glasfaser verlegt, wöchentlich kommen rund 1.500 Anschlussmöglichkeiten hinzu. Der Ausbau erfolgt laut Magenta ohne staatliche Förderungen und soll in den kommenden Jahren weiter beschleunigt werden. Insgesamt will das Unternehmen rund eine Milliarde Euro investieren.

Thomas Kicker (Magenta Telekom), Christoph Meurer (Meridiam Glasfaser), Johannes Kandera (Alpen Glasfaser), Anja Tretbar-Bustorf (Magenta Telekom), Bernhard Deixler (Alpen Glasfaser), Volker Libovsky (Magenta Telekom).
Magenta/Patrick Haberler

Sonntag, 12. Juli 2026

Österreich zählt zu Europas Upload-Spitze

Österreich gehört beim mobilen Upload zu den Spitzenreitern in Westeuropa. Das zeigt eine Analyse der Messplattform nPerf für das erste Quartal 2026. Mit durchschnittlich 24,2 Mbit/s belegt Österreich Platz zwei hinter der Schweiz (29,0 Mbit/s) und vor Belgien. Deutschland (19,9 Mbit/s) und Frankreich (18,1 Mbit/s) liegen deutlich zurück. Die Daten basieren auf Millionen von Nutzer-Messungen zwischen Januar und Ende April und spiegeln laut nPerf die tatsächliche Alltagsleistung von 4G- und 5G-Netzen wider.

Österreich glänzt mit hoher mobiler Upload-Geschwindigkeit.
nPerf

Die Steckdose feiert 100. Geburtstag

Vor 100 Jahren brachte Gira mit der Steckdose Nr. 265 eine Innovation auf den Markt, die den Steckerkontakt deutlich verbesserte und neue Maßstäbe bei Sicherheit und Qualität setzte. Die Porzellan-Steckdose mit federnden Kontakten gilt als Meilenstein der Unternehmensgeschichte und ebnete den Weg für den weltweiten Erfolg des Herstellers. Heute produziert Gira jährlich mehrere Millionen Steckdosen in 140 Varianten, die in rund 40 Länder in Europa, Asien und Afrika geliefert werden.

Mit federnden Steckerkontakten setzte die Steckdose Nr. 265 von Gira (links) – damals noch unter dem Namen Elektrotechnische Industrie Gustav Giersiepen – einen neuen Qualitäts- und Sicherheitsstandard.
Gira

Studie zeigt größte KI-Bremse in Unternehmen

Viele Unternehmen investieren zwar in Künstliche Intelligenz, kommen bei der Umsetzung aber kaum voran. Das zeigt eine globale Studie der Strategieberatung Roland Berger unter 472 Führungskräften. Demnach erwarten 62 Prozent tiefgreifende Veränderungen durch KI, doch erst 38 Prozent haben ihre Organisation entsprechend angepasst. Als größte Hürden gelten fehlende KI-Kompetenzen (49 Prozent), ungeeignete Strukturen (37 Prozent) und unzureichend vorbereitete Führungskräfte (59 Prozent) – nicht die Technologie selbst.

Globale Unternehmensstudie: KI-Transformation scheitert nicht an der Technologie.
iStock

Spannende Spielereien, tolle Technik, fürchterliche Flops im Digital-Telegramm. Jeden Tag der Woche liefert "Heute" drei aktuelle Kurzmeldungen.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 12.07.2026, 15:00, 08.07.2026, 16:20
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