Stocker-Versprechen platzt

Kinder-Depot kommt – doch jetzt gibt es einen Haken

Beim geplanten Zukunftsdepot für Kinder dürfen Großeltern und Paten nicht selbst einzahlen. Kanzler Stocker hatte zuvor etwas anderes angekündigt.
03.11.2026, 21:01
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Das Zukunftsdepot für unter 18-Jährige soll Kindern den langfristigen Vermögensaufbau ermöglichen. Doch ausschließlich den gesetzlichen Vertretern des Kindes ist es erlaubt, ein Depot zu eröffnen.

Damit können Großeltern oder Paten nicht eigenständig ein solches Depot für ihre Enkel- oder Patenkinder eröffnen und darüber investieren. Das geht aus dem Begutachtungsentwurf hervor – obwohl Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) zuvor etwas anderes angekündigt hatte.

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Staatssekretärin erklärt Einschränkung

Bei einer Pressekonferenz verteidigte Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP) die Regelung. Im Verlauf der Verhandlungen und der anschließenden technischen Abstimmungen habe sich herausgestellt, dass für die Veranlagung ein verknüpftes Konto notwendig sei.

"Und dieses Konto ist eben in den Händen der Erziehungsberechtigten, der Obsorgepflichtigen, in der Regel der Eltern", erklärte Eibinger-Miedl.

Großeltern müssen den Weg über Eltern nehmen

Auch die Entscheidung, wie das Geld investiert wird, liegt demnach bei den Eltern beziehungsweise den gesetzlichen Vertretern.

Die Staatssekretärin sieht darin keine grundlegende Änderung zur bisherigen Praxis. "Es war ja bisher schon die gelebte Realität, wenn Großeltern Summen an Enkelkinder weitergeben wollen, dass das in der Regel über die Eltern gemacht worden ist."

Die Idee, das Großeltern oder Verwandte neben den Eltern einen Beitrag leisten, würde weiter bestehen bleiben. "Es muss aber einen Letztverantwortlichen geben, der das Depot verwaltet und die Veranlagungsentscheidung trifft", so Eibiniger-Miedl.

pol, 03.11.2026, 21:01
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