Ein gemütliches Bad endete am Samstagabend, 10. Oktober, in Zwettl mit einem Einsatz für die Feuerwehr. Ein kleines Mädchen hatte beim Baden drei Finger in den Abfluss der Badewanne gesteckt und konnte diese plötzlich nicht mehr herausziehen.
Um 20.14 Uhr wurden die Feuerwehren Zwettl-Stadt und Rudmanns zu einer Menschenrettung in die Südhangstraße alarmiert. Die Feuerwehrleute aus Zwettl waren zu diesem Zeitpunkt gerade bei einem anderen Einsatz beschäftigt, rückten aber umgehend zum nächsten Notfall aus.
Vor Ort zeigte sich rasch, wie verzwickt die Situation war. Die Einsatzkräfte versuchten zunächst, über den Siphon an die eingeklemmten Finger des Mädchens zu gelangen. Doch das erwies sich als äußerst schwierig.
Schließlich blieb den Feuerwehrleuten keine andere Wahl: Mit Trennschleifer und Säbelsäge schnitten sie den Abfluss großräumig aus der Badewanne heraus. Danach konnten die Plastikteile entfernt werden. Die drei Finger steckten allerdings weiterhin im Metallabfluss fest.
Gemeinsam mit dem Rettungsdienst wurde entschieden, das Mädchen samt dem verbliebenen Metallteil ins Landesklinikum Zwettl zu bringen. Ein Feuerwehrfahrzeug begleitete den Transport des Roten Kreuzes. Im Spital gelang schließlich die entscheidende Befreiung: Die Feuerwehrleute konnten den Metallabfluss entfernen, ohne das Kind dabei weiter zu verletzen.
Auf "Heute"-Anfrage gab die Feuerwehr Entwarnung: "Das Kleinkind hat vor unserem Eintreffen leichte Abschürfungen erlitten. Ansonsten blieb es aber unverletzt." Um 22.30 Uhr war der ungewöhnliche Einsatz schließlich beendet. Nach mehr als zwei Stunden konnten die Feuerwehrleute wieder einrücken. Das Mädchen kam mit leichten Abschürfungen davon.