Am Sonntagvormittag, 11. Oktober, kam es auf der Südbahnstrecke in Baden zu einem Großeinsatz. Ein mit 91 Fahrgästen besetzter Personenzug war in Richtung Wiener Neustadt unterwegs, als er nach einem Zwischenfall auf der Strecke außerhalb des Bahnhofs plötzlich zum Stillstand kam. Eine Evakuierung musste eingeleitet werden.
Gleich sechs freiwillige Feuerwehren rückten an, um die gestrandeten Passagiere aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Die Rettungsaktion wurde gemeinsam mit den ÖBB koordiniert.
Mit zwei speziellen Rettungsplattformen ermöglichten die Einsatzkräfte den Fahrgästen den sicheren Ausstieg aus dem Zug in den tiefer liegenden Gleisbereich. Damit nicht genug: Aus Holzplatten und Unterleghölzern errichteten die Feuerwehrleute zwei provisorische Übergänge über das zweite Gleis.
Anschließend wurden die Passagiere entlang einer Lärmschutzwand zu einem Notausgang im Bereich der B212 (Dammgasse) begleitet. Auch Rettung und Polizei unterstützten die Aktion.
Für 75 Fahrgäste ging die Reise zunächst in Feuerwehrfahrzeugen weiter. Teilweise samt Handgepäck und Fahrrädern wurden sie zum Bahnhof Bad Vöslau gebracht, wo sie ihre Fahrt fortsetzen konnten. Die übrigen 16 Personen verließen den Einsatzort selbstständig.
Während des Großeinsatzes musste die B212 im Bereich der Dammgasse teilweise komplett für den Verkehr gesperrt werden. Die ÖBB richteten einen Schienenersatzverkehr ein. Gegen 10.30 Uhr war die Evakuierung erfolgreich abgeschlossen.
Neben den sechs freiwilligen Feuerwehren aus Baden-Leesdorf, Baden-Stadt, Baden-Weikersdorf, Tribuswinkel, Bad Vöslau und Möllersdorf standen auch Polizei und Rettungsdienst im Einsatz.