Kürbis ist im Herbst ein Küchenliebling – doch bevor Suppe, Ofengemüse oder Risotto auf dem Teller landen, wartet oft eine harte Nuss. Besonders festes Fruchtfleisch kann das Aufschneiden zur echten Kraftprobe machen. Wer dabei abrutscht, riskiert Verletzungen.
Dabei geht es auch deutlich einfacher. Mit ein paar einfachen Küchen-Tricks lässt sich der Kürbis vorbereiten, entkernen und schälen, ohne dass am Schneidebrett unnötig gekämpft werden muss.
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Zu hart? Kurz erhitzen
Ist der Kürbis kaum zu knacken, kann Wärme helfen. Eine Möglichkeit: Das Gemüse für rund drei Minuten bei 900 Watt in die Mikrowelle geben. Alternativ kommt es für etwa zehn Minuten in kochendes Wasser.
Durch die Wärme wird das Fruchtfleisch leicht vorgegart und dadurch weicher. Anschließend lässt sich der Kürbis wesentlich leichter teilen.
Wichtig: Nach dem Erhitzen sollte der Kürbis vorsichtig gehandhabt werden – er kann sehr heiß sein.
2
Schluss mit dem mühsamen Entkernen
Beim Entfernen der Kerne stößt ein normaler Löffel schnell an seine Grenzen. Eine praktische Alternative ist ein Eisportionierer oder Melonenlöffel. Durch die stabile, leicht gebogene Form lassen sich Kerne und Fasern vergleichsweise einfach aus dem Kürbis lösen.
Wer keinen solchen Küchenhelfer zur Hand hat, kann den Kürbis auch von oben öffnen. Für einen ungewöhnlichen, aber effektiven Trick sorgt anschließend ein Handrührgerät: Mit den Quirlen lassen sich Kerne und Fasern rasch aus dem Inneren lösen.
3
Beim Schälen kommt es auf den richtigen Stand an
Nicht jeder Kürbis muss überhaupt geschält werden: Beim Hokkaido kann die Schale mitgegessen werden. Bei anderen Sorten ist ein scharfes Messer meist die beste Wahl.
Dafür zunächst oben und unten eine dünne Scheibe abschneiden. So steht der Kürbis stabil auf dem Schneidebrett. Anschließend lässt sich die Schale von oben nach unten deutlich kontrollierter entfernen.
Beim Butternut-Kürbis kann dagegen auch ein Sparschäler zum Einsatz kommen. Seine Schale ist vergleichsweise dünn und lässt sich damit gut abtragen.
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Für die Laterne lieber zum Hammer greifen
Soll aus dem ausgehöhlten Kürbis eine dekorative Laterne werden, ist Vorsicht angesagt. Mit einem Messer Muster aus der Schale zu schneiden, kann schnell zu einer Verletzungsgefahr werden.
Eine sichere und zugleich kreative Alternative: Große Plätzchenformen auf die Kürbisschale setzen und vorsichtig mit einem Hammer daraufklopfen. So lassen sich Motive ausstanzen, ohne dass man mit der Messerklinge tief in das harte Gemüse schneiden muss.
Kleine Tricks, große Wirkung
Ob beim Aufschneiden, Entkernen, Schälen oder Schnitzen: Mit den richtigen Hilfsmitteln wird die Kürbisarbeit deutlich einfacher. Und vor allem gilt: Ein harter Kürbis ist kein Grund, mit Gewalt und einem stumpfen Messer ans Werk zu gehen.