Vorwürfe gegen Ex-Prinz

Lebenslange Haftstrafe! Was Andrew jetzt droht

Andrew Mountbatten-Windsor sitzt nach seiner Verhaftung an seinem Geburtstag im Mittelpunkt eines royalen Krimis. Was droht dem gefallenen Ex-Prinzen?
Heute Entertainment
21.02.2026, 07:10
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Am Donnerstagmorgen, ausgerechnet an seinem 66. Geburtstag, klickten für Andrew Mountbatten-Windsor die Handschellen. Die Polizei nahm den jüngeren Bruder von König Charles auf dem Anwesen Sandringham fest. Gegen ihn läuft ein Verfahren wegen Amtsmissbrauchs. Das Anwesen durchsuchte die Polizei daraufhin, wie mehrere britischen Medien berichteten.

Noch am Donnerstagvormittag stellte Premierminister Sir Keir Starmer klar: "Niemand steht über dem Gesetz". Die Metropolitan Police hat laut BBC erste Ermittlungen aufgenommen.

Sollte Andrew Mountbatten-Windsor vor Gericht schuldig gesprochen werden, droht ihm eine Strafe mit enormer Tragweite. Der Vorwurf des Amtsmissbrauchs – im britischen Recht als "Misconduct in public office" bekannt – gehört zu den Delikten, die nur nach einer Anklage verhandelt werden und im Extremfall sogar mit lebenslanger Haft enden können.

Für den 66-Jährigen würde ein Schuldspruch damit nicht nur das endgültige Aus seiner öffentlichen Rolle bedeuten, sondern auch persönlich dramatische Konsequenzen nach sich ziehen.

Dabei geht es auch um ehemalige Personenschützer von Andrew, die zur Spezialeinheit Royalty and Specialist Protection (RaSP) gehören. Der Verdacht: Sie könnten bei Besuchen auf der Privatinsel von Jeffrey Epstein († 66) absichtlich weggeschaut haben.

Der tiefe Fall des Ex-Prinzen

Andrew Mountbatten-Windsor kommt aus den negativen Schlagzeilen nicht mehr heraus. Immer neue Details zu seiner skandalträchtigen Vergangenheit werden bekannt. Auslöser ist vor allem seine enge Verbindung zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein († 66).

2019 sprach Andrew in einem BBC-Interview offen über seine Freundschaft zu Epstein. Das Gespräch löste einen wahren Skandal aus. Andrew musste seine öffentlichen Aufgaben aufgeben.

Im Jänner 2022 man ihm alle militärischen Titel und Schirmherrschaften, nachdem ein Richter seinen Versuch abgelehnt hatte, die Missbrauchsvorwürfe von Epstein-Opfer Virginia Giuffre aus dem Weg zu räumen. Andrew zahlte Giuffre schließlich eine unbekannte Summe, um sich außergerichtlich zu einigen – laut Medienberichten sollen es mehrere Millionen gewesen sein.

Die Kritik an Andrew wurde letztes Jahr noch schärfer. Damals erschienen die Memoiren von Giuffre, die im April 2025 im Alter von 41 Jahren verstorben ist. In dem Buch, das im Oktober veröffentlicht wurde, beschreibt sie, wie sie als 17-Jährige von Andrew missbraucht worden sein soll.

König Charles hat seinem Bruder daraufhin im Herbst alle königlichen Titel aberkannt. Seit Wochen sorgt die Veröffentlichung neuer Epstein-Akten für weiteren Wirbel. Immer mehr Details über die Verbindung zwischen Andrew und Epstein kommen ans Licht. Besonders heftig: Ein Foto, das Andrew zeigt, wie er über eine Frau kniet – angeblich ein Opfer von Menschenhandel. Andrew hat die Vorwürfe immer zurückgewiesen.

Muss Andrew ins Gefängnis?

Die neuen Ermittlungsakten im Epstein-Fall belasten Andrew zusätzlich. Immer lauter wird die Frage, ob der Ex-Prinz wirklich ins Gefängnis muss. Royal-Experte Andrew Lownie sagte in der "Daily Mail": Es gibt gute Gründe, gegen Andrew wegen Sexhandels und Amtsmissbrauch zu ermitteln. Genau das scheint jetzt eingetreten zu sein – Andrew saß für einige Stunden in Polizeigewahrsam.

Laut britischen Medien hatte Andrew bereits einen Plan B. Der 66-Jährige soll überlegt haben, Großbritannien zu verlassen. Als möglicher neuer Wohnort war Bahrain im Gespräch. In Abu Dhabi hätte ihm die Königsfamilie sogar ein Luxus-Exil angeboten: Eine Villa im Wert von mehreren Millionen, direkt auf dem Gelände des Herrscher-Palasts. Ob diese Pläne nach der Verhaftung noch realistisch sind, ist derzeit völlig offen.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 21.02.2026, 10:26, 21.02.2026, 07:10
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