Mette-Marits Sohn vor Gericht

Marius beginnt nach Sexvideo-Geständnis zu weinen

Im Verfahren gegen Marius Borg Høiby spitzt sich die Lage für den 29-Jährigen immer weiter zu. Videos und Aussagen belasten ihn schwer.
Heute Entertainment
20.02.2026, 20:27
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In der dritten Woche des Prozesses gegen den Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit verdichten sich die Vorwürfe. Wie mehrere Medien berichten, zeichnen technische Beweise, Zeugenaussagen und Marius Borg Høibys eigene Einlassungen ein Bild, das den Druck auf ihn massiv erhöht.

Zu Beginn der Woche sitzt Høiby noch schweigend im Saal, den Blick meist ins Notizbuch gerichtet. Doch die Aussagen anderer bestimmen das Geschehen. Besonders bewegend: Der Auftritt des Vaters einer angeblich betroffenen Frau.

Wütender Vater konfrontiert Marius im Gericht

Der Vater schildert seine Wut. Seine Tochter hat erst durch die Polizei von belastenden Aufnahmen auf Høibys Handy erfahren. Seitdem leidet sie unter Schlafproblemen und steht unter enormem öffentlichen Druck. Mehrmals sucht der Vater Augenkontakt mit dem Angeklagten – doch Høiby weicht ihm aus.

Im weiteren Verlauf rückt eine Frau in den Mittelpunkt, die nach einem Konzertwochenende und einer Afterparty zunächst einvernehmlichen Sex beschreibt. Später sei sie eingeschlafen – und "mit seinen Fingern in meiner Vagina" wieder aufgewacht. An Teile der Nacht kann sie sich nicht mehr erinnern.

Die insgesamt 27 Videos wurden unter Ausschluss der Öffentlichkeit gezeigt. Laut Staatsanwaltschaft zeigen sie Szenen, in denen die Frau reglos wirkt, teils schlaftrunken oder bewusstlos. Ein Schlafexperte bestätigt diese Einschätzung.

Høiby bricht unter Druck im Zeugenstand zusammen

Die Verteidigung versucht, Zweifel zu streuen. In früheren Nachrichten habe die Frau den Abend als "absurdes Abenteuer" bezeichnet und Freundinnen versichert, alles sei in Ordnung. Im Gericht erklärt sie, sie habe lange gebraucht, um das Erlebte als Übergriff zu erkennen. Sie habe es verdrängt und sich nicht als Opfer sehen wollen – erst im Polizeiverhör sei ihr das Ausmaß klar geworden.

Schließlich sagt Høiby selbst aus und gesteht, die Videos gemacht zu haben. "Wenn sie 'Stopp' sagt, dann ist Schluss", betont er. Wenn jemand sage, er oder sie sei müde, könne es "vielleicht in Ordnung" sein, weiterzumachen – konkrete Situationen fallen ihm aber nicht ein. Außerdem sagt er: Er filme "gern Genitalien", das sei "das, was mich interessiert". Auf die Frage der Staatsanwaltschaft, warum er ohne ausdrückliche Zustimmung gefilmt und weitergemacht habe, gerät Høiby ins Straucheln. Er bricht in Tränen aus, schluchzt und bittet um eine Pause.

Nora Haukland erhebt schwere Vorwürfe

Am letzten Tag der dritten Woche tritt Nora Haukland in den Zeugenstand – die einzige Klägerin, die namentlich auftritt. Sie war 2022 etwa ein Jahr mit Marius Borg Høiby zusammen und verliebte sich zuerst in seine charmante, kindliche Seite. Doch im Gericht zeichnet sie ein anderes Bild: Sie berichtet von einer toxischen Beziehung, von Schlägen, Würgen, zerstörten Gegenständen, Kontrolle und massiven Beschimpfungen. "Es fühlte sich an, als stünde ein Pitbull vor mir. Ich wusste nicht, ob er mich umbringen wird."

Du oder jemand, den du kennst, benötigt Hilfe in Bezug auf psychische, körperliche oder sexuelle Gewalt?
Hier findest du sie:
Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555
Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247
Rat auf Draht: 147
Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20
Gewaltschutzzentren: +43 1 585 32 88
Weisser Ring: 0800 112 112
TelefonSeelsorge – Notruf 142 (täglich 0-24 Uhr)

Trotz aller Gewalt blieb sie lange bei ihm, hoffte auf Veränderung und zog mit ihm nach Skaugum. Dort fühlte sie sich immer einsamer, bis sie schließlich floh. Warum sie so lange blieb? "Marius hat zwei Gesichter – ein sehr liebes und charmantes. Und ein entschlossenes und wütendes."

{title && {title} } red, {title && {title} } 20.02.2026, 20:27
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