Im Zuge einer monatelang geplanten militärischen Geheimoperation haben die USA in der Nacht auf Samstag Ziele in Venezuela angegriffen. Bodentruppen konnten schließlich den umstrittenen Machthaber Nicolás Maduro lokalisieren und gemeinsam mit seiner Ehefrau festnehmen. Wie US-Präsident Donald Trump wenig später erklärte, soll den beiden nun in New York der Prozess gemacht werden.
Aufgrund der unklaren Sicherheitslage hat das Außenministerium umgehend eine Reisewarnung für das gesamte Land ausgesprochen. Rund 750 Österreicher dürften sich aktuell in Venezuela aufhalten. In Wien tagte deshalb auch ein Krisenstab.
Am Samstagabend äußerte sich nun auch Bundeskanzler Christian Stocker zum Konflikt. "Im Lichte der Entwicklungen in Venezuela sind alle Seiten zur Deeskalation aufgerufen. Völkerrecht und die Charta der Vereinten Nationen müssen eingehalten werden", schreibt der ÖVP-Politiker in einer Stellungnahme auf X.
Die EU habe das "Unrechtsregimes" von Maduro nie anerkannt. "Wir stehen solidarisch an der Seite der Bevölkerung Venezuelas und unterstützen ihren Wunsch nach einer friedlichen und demokratischen Zukunft für das Land", so Stocker weiter.
Die Bundesregierung stehe mit europäischen und internationalen Partnern sowie den Vertretungsbehörden in der Region in engem Austausch.