Außer Lebensgefahr

Mädchen (7) fast verhungert – Eltern weiter in U-Haft

Im Fall eines schwer vernachlässigten Mädchens sitzen die Eltern weiter in U-Haft. Zum Zustand der Siebenjährigen gibt es nun positive Nachrichten.
Newsdesk Heute
15.05.2026, 12:39
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Der Fall eines schwer vernachlässigten Mädchens aus Tirol sorgt weiterhin für Entsetzen. Die siebenjährige Patientin schwebte Ende April in Lebensgefahr – inzwischen gibt es jedoch vorsichtige Entwarnung aus der Klinik Innsbruck.

Das Kind war am 28. April von seinen Eltern ins Spital gebracht worden. Laut Polizei befand sich das Mädchen in einem "augenscheinlich verwahrlosten und lebensbedrohlichen Zustand". Daraufhin wurden die Ermittlungsbehörden eingeschaltet.

Eltern in U-Haft: "Keine Angaben zum Tatvorwurf"

Die Eltern sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft in Innsbruck. Ihnen wird vorgeworfen, ihre Fürsorgepflicht über längere Zeit gröblich verletzt zu haben. Konkret sollen sie notwendige medizinische Hilfe für ihre Tochter nicht rechtzeitig organisiert haben.

Zu den Vorwürfen äußern sich die beiden Beschuldigten laut Staatsanwaltschaft bisher nicht. "Die beiden Beschuldigten wollen zum Tatvorwurf keine Angaben machen", erklärte Hansjörg Mayr, Sprecher der Innsbrucker Staatsanwaltschaft, gegenüber der "Krone".

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Die Ermittlungen laufen weiter. Die Eltern bleiben zumindest bis zur nächsten Haftprüfung in etwa eineinhalb Wochen in U-Haft.

"Keine akute Lebensgefahr mehr"

Aus der Klinik Innsbruck kommen unterdessen positive Nachrichten. "Sie bekommt jede medizinische Versorgung, die nötig ist", sagte Johannes Schwamberger, Sprecher der Tirol Kliniken. Zudem bestehe "keine akute Lebensgefahr mehr". Der Zustand des Kindes sei mittlerweile stabil.

Die Behandlung gilt allerdings als schwierig. Laut Staatsanwaltschaft leidet die Siebenjährige an einer schweren Hauterkrankung. Bei ihrer Einlieferung sollen die Symptome besonders stark ausgeprägt gewesen sein.

Dorf in "Schockstarre"

Im Heimatort der Familie im Tiroler Oberland herrscht weiterhin Fassungslosigkeit. Der Bürgermeister sprach laut Bericht sogar von einer "Schockstarre". Viele Menschen fragen sich nun, wie das Leiden des Kindes so lange unbemerkt bleiben konnte.

Der Vater, ein Mann Mitte 30, galt laut Bericht im Dorf als präsent. Die Mutter, die etwa 40 Jahre alt sein soll, sei hingegen kaum in Erscheinung getreten. Die Familie soll außerdem noch einen kleinen Sohn haben, der noch nicht im Kindergartenalter ist. Das Kind wurde inzwischen auf behördliche Anordnung fremduntergebracht.

Das betroffene Mädchen wurde laut Bericht zu Hause unterrichtet und besuchte keine Schule. Damit fehlte offenbar auch das soziale Umfeld, in dem mögliche Warnsignale hätten auffallen können.

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