Es war eine Gehaltsaffäre, die Wirtschaftskammerpräsident Harald Mahrer im Herbst zum Verhängnis wurde. Als der langjährige WKO-Boss seinen Stuhl im November 2025 räumte, wurde Martha Schultz zur interimistischen Präsidentin gemacht.
Zunächst wollte sie nicht dauerhaft im Amt bleiben, dies dürfte sich jedoch geändert haben. Wie die "Presse" berichtet, habe es die Tirolerin geschafft, den Job als WKO-Präsidentin und die Führung ihres Familienunternehmens unter einen Hut zu bekommen.
Somit wird sie dauerhaft an der Spitze der WKO bleiben, eine entsprechende Entscheidung sei bei einem informellen Treffen aller Wirtschaftsbund-Obleute am Dienstag bestätigt worden. Die Funktionäre der Wirtschaftskammer seien auch per E-Mail von Schultz informiert worden.
Bereits am Mittwoch soll sie durch Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer angelobt werden. In der Zukunft möchte Schultz die Kammer reformieren. Vor allem das "verloren gegangene Vertrauen" soll zurückgewonnen werden.
Die 63-Jährige bleibt bis zu den nächsten Wirtschaftskammerwahlen im Jahr 2030 im Amt. Somit konnte die Suche nach einer neuen Präsidentin oder einem neuen Präsidenten in diesem Jahr abgewendet werden.