Der angekündigte Jobabbau bei Swarovski in Wattens ist nun konkret: Der Kristallkonzern streicht heuer 400 Stellen. Der Großteil des Abbaus soll über freiwillige Abgänge und Pensionierungen abgefedert werden – nur ein kleinerer Teil endet mit Kündigungen.
Nach Monaten der Unsicherheit liegen die Details auf dem Tisch. Mehr als 300 Mitarbeiter gehen laut Unternehmen entweder freiwillig oder in Pension. "Etwas weniger als 80" Beschäftigte werden gekündigt, heißt es.
Laut Standortleiter Jérôme Dandrieux sei es gelungen, "dass weniger als 80 Personen aktiv abgebaut werden müssen". Dazu ergänzt er: "Wir haben dazu sehr verantwortungsvolle und vernünftige Gespräche mit dem Management, den Vorsitzenden unseres Betriebsrats und mit dem gesamten Belegschaftsteam geführt."
Der Schritt sei laut Dandrieux "unerlässlich, um unsere langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und unseren Standort zu schützen", berichtet die "Tiroler Tageszeitung".
Für den Standortchef ist der Einschnitt dennoch ein harter Moment. "Ein schwerer Tag für mich in meiner Verantwortung für den Standort Wattens und alle Menschen, die hier arbeiten", sagt Dandrieux. Und weiter: "Es ist mir sehr bewusst, dass hinter jeder Kündigung Menschen stehen. Wir haben diese Entscheidungen proaktiv und in größter Verantwortung unseren Mitarbeitenden gegenüber getroffen."
Parallel zum Sparkurs kündigt Swarovski an, dass in den nächsten vier Jahren 150 Millionen Euro in den Standort fließen sollen, "da das Unternehmen entschlossen bleibt, Wattens als globales Zentrum für Handwerkskunst, Technologie und Innovation zu bewahren".
Mit dem Stellenabbau ist auch eine weitere Maßnahme verbunden: Die verbleibende Belegschaft muss ihre Arbeitszeit, und damit die Entlohnung, um 10 Prozent reduzieren. Wie viele Mitarbeiter dieser Reduktion zugestimmt haben, wurde nicht mitgeteilt.