Sintflut in Brasilien

Massive Erdrutsche zerstören ganzes Viertel – 30 Tote

Heftige Regenfälle haben in Brasilien eine Katastrophe ausgelöst. Mindestens 30 Menschen kamen ums Leben, 39 weitere werden vermisst.
Newsdesk Heute
25.02.2026, 08:43
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Sintflutartige Regenfälle haben im Südosten Brasiliens eine Katastrophe ausgelöst: Mindestens 30 Menschen kamen bei Überschwemmungen und Erdrutschen ums Leben. Dutzende gelten weiterhin als vermisst.

Nach Angaben von Rettungskräften und Behörden wurden am Dienstag noch 39 Menschen gesucht. Mehr als 400 Bewohner mussten ihre Häuser verlassen. Besonders betroffen ist der Bundesstaat Minas Gerais, nachdem der Fluss Paraibuna infolge der heftigen Niederschläge über die Ufer getreten war.

Notstand ausgerufen

Die meisten Todesopfer wurden aus der Großstadt Juiz de Fora sowie aus Uba gemeldet. In Juiz de Fora rief Bürgermeisterin Margarida Salomão den Notstand aus. In der Stadt mit rund 540.000 Einwohnern fielen zuvor 584 Liter Regen pro Quadratmeter – doppelt so viel wie sonst im gesamten Februar üblich.

Einige Stadtviertel seien von der Außenwelt abgeschnitten, die Lage sei "extremen" Ausmaßes, erklärte Salomão. Mindestens 20 Erdrutsche wurden registriert. In sozialen Medien verbreiteten sich Videos, die zeigen, wie Gebäude innerhalb weniger Sekunden einstürzen. Die Behörden ordneten zudem die vorläufige Schließung der Schulen im Bundesstaat an.

Suche nach Vermissten unter Trümmern

In einem am Hang gelegenen Viertel von Juiz de Fora seien zwölf Häuser bei einem "massiven Erdrutsch" zerstört worden, sagte Feuerwehrsprecher Demetrius Goulart der Nachrichtenagentur AFP. "Viele Menschen waren nachts in ihren Häusern, als es zu regnen begann."

Mehr als 200 Menschen konnten laut Feuerwehr bereits gerettet werden. Unter den Trümmern werden jedoch weiterhin Opfer vermutet. Angehörige trauern um Verschüttete.

Hoffnung und Verzweiflung

Trotz der dramatischen Lage gibt es auch Momente der Hoffnung: Ein etwa zehnjähriger Junge konnte nach einem zweistündigen Rettungseinsatz lebend geborgen werden. Dennoch warnt der Zivilschutz: "Je länger es dauert, desto geringer werden die Chancen, Überlebende zu finden", sagte Paulo Roberto Bermudes Rezende AFP.

Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva sicherte Unterstützung zu. Auf X schrieb er: "Unser Schwerpunkt liegt darauf, humanitäre Hilfe, die Wiederherstellung grundlegender Dienste, Unterstützung für Vertriebene und Hilfe beim Wiederaufbau zu gewährleisten."

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 25.02.2026, 10:21, 25.02.2026, 08:43
Jetzt E-Paper lesen