"Kinder werden kränker"

Impfplan stark gekürzt – jetzt wird Kennedy geklagt

Anfang Jänner reduzierte US-Gesundheitsminister Kennedy den Impfplan für Kinder stark. Nun wollen 15 Bundesstaaten dagegen Klage einreichen.
Newsdesk Heute
25.02.2026, 10:12
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In den USA ziehen gleich 15 Bundesstaaten gegen die Trump-Regierung vor Gericht. Sie wollen die jüngsten Änderungen am staatlichen Impfplan stoppen.

Die von Demokraten regierten Staaten – darunter Kalifornien, Colorado, Michigan, New Jersey und Wisconsin – kündigten eine Klage gegen Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. und die US-Gesundheitsbehörde CDC an. Der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta erklärte am Dienstag, mit den neuen Empfehlungen würden "Jahrzehnte wissenschaftlicher Forschung" missachtet und "die Kinder in Amerika kränker" gemacht.

Impfplan deutlich gekürzt

Das Gesundheitsministerium hatte Anfang Jänner mitgeteilt, die Zahl der für alle Kinder empfohlenen Impfungen zu reduzieren. Aus dem staatlichen Impfplan gestrichen wurden unter anderem Impfungen gegen Rotaviren, Influenza und Hepatitis B. Künftig sollen diese nur noch für Kinder mit besonderem Risiko empfohlen werden.

Kennedy, der seit gut einem Jahr unter Präsident Donald Trump Gesundheitsminister ist, hatte die zuständige Impfkommission mit einer Überprüfung der mehr als 30 Jahre alten Richtlinien beauftragt. Der Neffe des früheren Präsidenten John F. Kennedy bringt Impfungen unter anderem mit Autismus bei Kindern in Verbindung – ein Zusammenhang, der wissenschaftlich nicht belegt ist.

Hintergrund der Debatte ist eine wachsende Impfskepsis in den Vereinigten Staaten. Fachleute warnen, dass Krankheiten zurückkehren könnten, die bislang als weitgehend eingedämmt galten.

Im vergangenen Jahr verzeichneten die USA den größten Masernausbruch seit über 30 Jahren. Mehr als 1400 Fälle wurden gemeldet.

Einige Impfungen – etwa gegen Masern, Mumps und Röteln – sind in den USA Voraussetzung für die Einschulung. Andere Schutzimpfungen werden lediglich empfohlen. In vielen Bundesstaaten können Eltern ihre Kinder zudem aus bestimmten Gründen, etwa religiösen, von Impfpflichten befreien lassen.

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