Dass bei Apple eine neue Zeitrechnung anbricht, ist seit Monaten bekannt. Bereits im Frühjahr kündigte der weltweit wertvollste Tech-Konzern den Rückzug von Tim Cook (65) an die Spitze des Aufsichtsrats an. Als neuer CEO übernimmt der bisherige Hardware-Chef John Ternus (51).
Pünktlich zum offiziellen Amtsantritt am 1. September 2026 liefert Apple die Details nach. In einer aktuellen Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC legt der Konzern die genauen Verträge auf den Tisch. Der Bericht offenbart ein enormes Vergütungspaket für den neuen starken Mann im Silicon Valley – und auch weiterhin für Cook.
Mit dem Einzug in das oberste Chef-Büro klettert das fixe Jahres-Grundgehalt von John Ternus auf glatte drei Millionen Dollar. Das entspricht aktuell rund 2,59 Millionen Euro. In der obersten Liga der US-Wirtschaft dient das Fixum freilich nur als Basis.
Der eigentliche Geldsegen erfolgt über üppige Aktienpakete. Für die verbleibende Amtszeit im laufenden Geschäftsjahr 2026 sichert sich Ternus einen anteiligen Aktien-Bonus. Dieser hat einen Zielwert von 2,5 Millionen Dollar (rund 2,16 Millionen Euro).
Für das Geschäftsjahr 2027 bewilligte das Vergütungskomitee ein weiteres Aktienpaket im Zielwert von 55 Millionen Dollar (rund 47,5 Millionen Euro). Zusammengerechnet peilt Apple für seinen neuen Boss im kommenden Jahr eine Gesamtvergütung von bis zu 58 Millionen Dollar an. Das sind umgerechnet rund 50,1 Millionen Euro.
Beim Begriff "Zielwert" handelt es sich keineswegs um eine garantierte Fixsumme. Es ist exakt der Betrag, der bei einer Zielerreichung von genau 100 Prozent fließt.
Schneidet das Unternehmen an der Börse schlechter ab als erwartet, schrumpft die Summe zusammen. Entwickelt sich der Konzern hingegen besser als geplant, kann die tatsächliche Ausschüttung am Ende sogar weit über diesen Millionenbeträgen liegen.
Die Auszahlung der Aktien ist an strenge Bedingungen geknüpft. Drei Viertel der 55-Millionen-Prämie fließen nur dann vollständig, wenn Ternus auch an den Finanzmärkten liefert. Die Gesamtrendite der Apple-Aktie muss sich dafür im direkten Vergleich mit den anderen Schwergewichten des US-Leitindex S&P 500 behaupten.
Lediglich die verbleibenden 25 Prozent des Pakets sind leistungsunabhängig. Sie werden über vier Jahre gestaffelt in halbjährlichen Raten zu je 12,5 Prozent ausgeschüttet.
Auch für Ex- Langzeit-Chef Tim Cook bringt der Rollenwechsel weiterhin enorme Einnahmen. Als geschäftsführender Aufsichtsratschef erhält Cook ab dem 26. September 2026 ein fixes Jahresgehalt von zwei Millionen Dollar (rund 1,73 Millionen Euro).
Dazu kommt für 2027 ein separates Aktienpaket mit einem Zielwert von 45 Millionen Dollar (rund 38,9 Millionen Euro). Dieses setzt sich zu gleichen Teilen aus erfolgsabhängigen und zeitbasierten Tranchen zusammen.
Sollte Cook später endgültig in den Ruhestand wechseln, verfällt der Anspruch nicht: Das millionenschwere Paket bleibt ihm nach Ablauf des ersten Jahres voll erhalten.