Der Nahostkonflikt und die dadurch massiv gestiegenen Spritpreise haben das Interesse an gebrauchten E-Autos explodieren lassen. Das zeigt eine Untersuchung des Online-Automarktplatzes AutoScout24. Konkret lag die Nachfragen nach nicht mehr ganz neuen Stromern im September 2026 bereits 78 Prozent über Vorjahr.
Gleichzeitig haben Verbrenner deutlich an Boden verloren. Die Nachfrage nach Autos mit Dieselmotor ging um 17 Prozent zurück, Benziner kamen auf –5 Prozent. Parallel ist das Angebot an Dieselfahrzeugen um 16,6 Prozent, jenes an Benzinern um 11,3 Prozent gestiegen. Wer einen gebrauchten Verbrenner sucht, trifft damit auf eine größere Auswahl.
Die Trendwende zeigt bereits auch deutliche Auswirkungen auf die Preise: Gebrauchte E-Autos verteuern sich im Jahresvergleich um 5,2 Prozent, während die durchschnittlichen Angebotspreise für Benziner um 5,2 Prozent, jene für Diesel um 5,0 Prozent sanken.
Bedeutet in absoluten Zahlen: Im September 2026 kostete ein gebrauchtes E-Auto auf der Plattform AutoScout24 bereits 42.763 Euro, 2.095 Euro mehr als vor einem Jahr. Benziner verbilligen sich im Jahresabstand hingegen um1.428 Euro auf durchschnittlich 26.192 Euro. Im Dieselsegment sank der mittlere Angebotspreis um 1.262 Euro auf 24.075 Euro.
Die beiden meistgefragten gebrauchten E-Autos sind das Tesla Model Y und das Tesla Model 3. Dahinter folgen Audi e-tron, Skoda Enyaq und Volkswagen ID.4. Die weiteren Plätze unter den Top 10 belegen Renault ZOE, Tesla Model S, Audi Q4 e-tron, Volkswagen ID.3 und BMW i3.
Unter den chinesischen E-Autos führt der BYD Sealion 7 die Nachfrage an. Mit dem Atto 3 und dem Seal U stammen auch die Modelle auf den Plätzen 2 und 3 von BYD. Es folgen der Leapmotor C10 und der Xpeng G6.
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