Nach dem heißen Sommer

Der ARBÖ warnt: Das sollten Autofahrer unbedingt prüfen

Was im Sommer noch gepasst hat, kann im Herbst plötzlich ganz anders aussehen. Autofahrer sollten deshalb jetzt handeln, so der ARBÖ.
Team Wirtschaft
27.09.2026, 22:20
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Der Sommer ist vorbei, die Temperaturen gehen nach unten. Genau jetzt sollten Autofahrer einen Blick auf ihre Reifen werfen und unbedingt den Druck kontrollieren, rät der ARBÖ Burgenland in einer Aussendung.

Der Grund, den viele gar nicht auf dem Radar haben: Die Außentemperatur wirkt sich unmittelbar auf den Druck im Reifen aus. Wird es kälter, nimmt das Volumen der Luft ab und damit sinkt auch der Reifendruck.

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"Nach dem heißen Sommer mit Temperaturen bis zu 40 Grad muss der Druck in den Reifen kontrolliert werden", erklärt Markus Rath, Leiter des ARBÖ-Prüfzentrums in Eisenstadt. Im Herbst sinke der Druck, im noch kälteren Winter könne er weiter zurückgehen.

Schon 0,5 Bar machen einen Unterschied

Ein zu niedriger Reifendruck ist nicht nur schlecht für den Verbrauch, sondern kann auch die Sicherheit beeinträchtigen. Bereits bei einem halben Bar zu wenig verändern sich laut ARBÖ die Fahreigenschaften des Autos.

Bei Regen kann die Gefahr von Aquaplaning steigen, der Bremsweg länger und die Kurvenlage schlechter werden. Bei hohen Geschwindigkeiten kann ein stark falscher Reifendruck im Extremfall sogar dazu beitragen, dass ein Reifen platzt.

Richtiger Druck spart auch Sprit

Auch beim Tanken kann sich der richtige Luftdruck bemerkbar machen. Sind die Reifen mit rund 0,4 bar weniger als dem vorgesehenen Wert gefüllt, steigen laut ARBÖ sowohl der Reifenverschleiß als auch der Treibstoffverbrauch.

Wer angesichts hoher Spritpreise zusätzlich sparen möchte, könne den vom Hersteller angegebenen Reifendruck um 0,2 bis 0,3 bar erhöhen, erklärt Rath. Wichtig bleibt dabei: Maßgeblich sind grundsätzlich die Angaben des Fahrzeugherstellers. Grundsätzlich lautet die Empfehlung des ARBÖ, den Luftdruck der Räder im Abstand von 14 Tagen zu überprüfen.

Kontrollsystem kein Ersatz für persönlichen Check

Bei vielen modernen Autos übernimmt ein Reifendruck-Kontrollsystem einen Teil der Überwachung. Das sogenannte RDKS zeigt je nach Fahrzeug den Luftdruck der Reifen an oder warnt bei Abweichungen.

Erscheint eine Warnmeldung, sollte der Reifendruck möglichst rasch kontrolliert und gegebenenfalls korrigiert werden.

Auf das System allein sollte man sich aber nicht verlassen. "Das RDKS trägt zur Sicherheit bei, kann jedoch eine regelmäßige Kontrolle des Reifendrucks nicht ersetzen", sagt Rath.

So prüft man den Reifendruck richtig

Die Kontrolle dauert nur wenige Minuten. An vielen Tankstellen stehen dafür Luftprüfer kostenlos zur Verfügung. Zuerst wird die Ventilkappe abgeschraubt. Danach das Messgerät fest auf das Ventil drücken, bis kein Zischen mehr zu hören ist. Anschließend den angezeigten Druck mit dem Sollwert des Fahrzeugherstellers vergleichen.

Stimmt der Wert nicht, kann der Druck über die Plus- oder Minus-Funktion des Geräts korrigiert werden. Danach die Ventilkappe wieder aufschrauben.

Hier findet man den richtigen Wert

Wie viel Luft tatsächlich in die Reifen gehört, ist von Auto zu Auto unterschiedlich. Die Herstellerangaben findet man in der Regel auf einem Aufkleber an der B-Säule bei der Fahrertür, auf der Innenseite des Tankdeckels oder im Handschuhfach – fix jedoch in der Bedienungsanleitung des Fahrzeugs.

tmw,27.09.2026, 22:20
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