Wirbel um Postenbesetzung

Ministerin Schumann befördert Vertraute auf Top-Job

Die Besetzung eines Spitzenjobs im Umfeld von Sozialministerin Schumann sorgt für Aufregung. Es geht um die neue Chefin des Alleinerziehenden-Fonds.
André Wilding
10.06.2026, 06:50
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Eine Personalentscheidung aus dem Ressort von Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ) sorgt aktuell für Diskussionen. Im Mittelpunkt steht Karin Zimmermann, die seit Juni den Unterstützungsfonds für Alleinerziehende leitet. Der Fonds wurde von Schumann ins Leben gerufen und verfügt laut Ministerium über 35 Millionen Euro jährlich – das berichtet am Mittwoch die "Kronen Zeitung".

Alte Weggefährten

Karin Zimmermann ist in der Sozialdemokratie seit Jahren gut vernetzt. Zuletzt war die 50-Jährige als Bezirksrätin in Wien-Favoriten tätig. Nun übernahm sie die Leitung des Fonds und damit eine zentrale Funktion bei der Vergabe von Unterstützungsleistungen für Alleinerziehende.

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Brisant ist laut "Krone" vor allem die gemeinsame Vergangenheit von Zimmermann und Schumann im Österreichischen Gewerkschaftsbund. Während Schumann zwischen 2018 und 2025 als ÖGB-Bundesfrauenvorsitzende beziehungsweise Vizepräsidentin des Gewerkschaftsbundes tätig war, arbeitete Zimmermann viele Jahre in verschiedenen Funktionen innerhalb des ÖGB. Von 2009 bis 2021 war sie politische Sekretärin im Präsidentenbüro, danach Bundesfrauensekretärin und Leiterin der Frauenabteilung.

leitet sie den Unterstützungsfonds für Alleinerziehende,
SPÖ Wien

"Im höchsten Maß geeignet"

Die beiden traten in ihrer Zeit beim Gewerkschaftsbund regelmäßig gemeinsam auf. Kritiker sehen deshalb die aktuelle Besetzung besonders kritisch und stellen die Frage nach möglichen parteipolitischen Verbindungen.

Aus dem Ministerium wird der Vorwurf jedoch zurückgewiesen. Ein Sprecher von Schumann betont gegenüber der "Krone": "Karin Zimmermann war die einzige Kandidatin, die im höchsten Ausmaß geeignet war." Unter insgesamt vier Bewerbern habe sie sich klar durchgesetzt.

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