Vier Kinder verloren am Ostersonntag, 5. April 2026, ihre Mutter. Nun wird der Tod der 38-Jährigen aus Sooß im Bezirk Baden zum Fall für die Geschworenen.
Dem 47-Jährigen wird Mord vorgeworfen. Laut Anklage soll er im April zu dem Haus gefahren sein, in dem seine Ehefrau mit den gemeinsamen Kindern im Alter von acht bis 17 Jahren lebte. Dort soll die Situation völlig eskaliert sein.
Der Mann soll zunächst mit einer Pistole drei Mal auf die 38-Jährige geschossen haben. Danach soll er mit einem Schraubenzieher auf sie eingestochen haben. Die Frau überlebte die Attacke nicht.
Nach seiner Festnahme soll der Beschuldigte ein umfassendes Geständnis abgelegt haben. Im Mittelpunkt des Verfahrens dürfte auch die gescheiterte Beziehung des Paares stehen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 47-Jährige die Trennung nicht akzeptieren wollte.
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Im Verfahren spielen zudem ungewöhnliche Aussagen des Beschuldigten eine Rolle. Er soll geglaubt haben, seine Frau verfüge über "übersinnliche Fähigkeiten" und betreibe "schwarze Magie". Trotz psychischer Auffälligkeiten kam ein Sachverständiger laut Bericht zu dem Ergebnis, dass der Mann zum Tatzeitpunkt schuldfähig gewesen sei.
Vor Gericht steht allerdings noch ein zweiter Mann. Ein 45-Jähriger soll dem späteren Hauptangeklagten eine Pistole samt Munition um 900 Euro verkauft haben. Der 47-Jährige behauptet, der Verkäufer habe gewusst, wofür er die Waffe brauche. Mit dem Tötungsdelikt habe der 45-Jährige nichts zu tun, so sein Verteidiger Mirsad Musliu. Der Hauptangeklagte wolle seinen Mandanten "in etwas hineinreiten". Für beide Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung.
Ab 12. November muss sich jener getrennt lebender Ehemann der Frau am Landesgericht Wiener Neustadt verantworten. Ein weiterer Verhandlungstag ist für 17. November vorgesehen.
Zuvor war der Prozess für 10. und 12. November vorgesehen gewesen – "Heute" berichtete. Wegen einer Terminkollision eines Sachverständigen wurden nun der 12. und 17. November festgelegt.