Eine dreiste Betrugsmasche beschäftigt die Polizei in mehreren Bundesländern. Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein Autoverkauf am 23. Februar 2026 in Hausleiten im Bezirk Korneuburg.
Zwei Männer gaben damals vor, mehrere Fahrzeuge kaufen zu wollen. Dabei sollen sie dem Verkäufer einen Pkw herausgelockt und sich mit gefälschten Ausweisen legitimiert haben. Noch vor der Abfahrt montierten die Verdächtigen selbst mitgebrachte tschechische Kennzeichen auf dem Wagen.
Für das Auto zahlten sie zunächst 2.000 Euro in bar. Danach brach der Kontakt zum Verkäufer ab. Die restlichen 7.000 Euro wurden laut Polizei nie bezahlt.
Der Geschädigte erstattete Anzeige. Bei den Ermittlungen kam heraus, dass die verwendeten tschechischen Kennzeichen bereits seit 2011 als gestohlen gemeldet waren. Die Polizei forschte schließlich einen 40-jährigen Rumänen und einen 29-jährigen staatenlosen Mann als Beschuldigte aus. Gegen den 40-Jährigen wurde ein Europäischer Haftbefehl erlassen.
Am 12. August 2026 klickten für ihn in Deutschland die Handschellen. Anschließend wurde er nach Österreich ausgeliefert.
Im Zuge der Ermittlungen stießen die Polizisten auf weitere ähnliche Fälle. Dem 40-Jährigen werden auch Betrugshandlungen beim Autokauf in Tirol und Wien sowie eine weitere Urkundenfälschung in Kärnten vorgeworfen. Bereits im Jänner 2025 sollen auf diese Weise zwei Pkw erbeutet worden sein. Der Schaden beträgt laut Polizei rund 12.000 Euro.
Der 40-Jährige wurde zunächst in die Justizanstalt Wien-Josefstadt eingeliefert. Inzwischen kam er gegen Bezahlung einer Sicherheitsleistung wieder frei. Der 29-jährige Beschuldigte wurde bei der Staatsanwaltschaft Wien angezeigt.