Eine kleine Motte flattert durch die Küche – und schon beginnt die große Suche. Wo kommen die Viecher her? Und vor allem: Wo verstecken sie ihre Eier?
Wer Lebensmittelmotten entdeckt, sollte sich nicht mit dem Einfangen der erwachsenen Falter zufriedengeben. Denn die sichtbare Motte ist oft nur die Spitze des Eisbergs. Der eigentliche Schaden entsteht durch die Larven.
In Vorräten sind vor allem Dörrobstmotten und Mehlmotten anzutreffen. Die Weibchen legen ihre Eier bevorzugt dort ab, wo ihre Nachkommen später Nahrung finden – also direkt an oder in geeigneten Vorräten. Deshalb heißt es: Schrank ausräumen und auf Spurensuche gehen.
Kontrolliert werden sollten dabei sämtliche trockenen Lebensmittel – auch ungeöffnete Packungen. Denn eine Papierverpackung ist für die Larven kein unüberwindbares Hindernis. Sie können sich durch das Material arbeiten und so an die Lebensmittel gelangen.
Doch selbst wenn in einer Packung nichts Verdächtiges zu sehen ist, kann die Suche weitergehen. Die Larven verlassen ihren ursprünglichen Futterplatz und suchen sich mitunter einen geschützten Ort, um sich zu verpuppen.
Ritzen, Fugen, Bohrlöcher, Schrankdecken oder sogar Wände können deshalb ebenfalls zum Versteck werden. Die herumfliegende Motte muss also keineswegs dort geschlüpft sein, wo sie entdeckt wird.
Ist die Quelle gefunden, sollte schnell gehandelt werden. Befallene Lebensmittel gehören nicht mehr auf den Esstisch, sondern in den Müll – und zwar am besten in eine Mülltonne außerhalb der Wohnung. Kot, Gespinste und mögliche Pilzbelastungen machen befallene Vorräte ungeeignet für den Verzehr.
Danach beginnt die gründliche Reinigung:
Ist die Küche wieder sauber, sollte verhindert werden, dass die nächste Motte erneut leichtes Spiel hat. Gefährdete Lebensmittel sollten deshalb möglichst in fest verschließbare Behälter aus Glas, Keramik oder Kunststoff umgefüllt werden. So haben Larven deutlich schlechtere Chancen, sich von einer Packung zur nächsten auszubreiten.
Wer dagegen nur die herumfliegenden Motten beseitigt, bekämpft häufig lediglich das sichtbare Symptom. Die eigentliche Überraschung kann weiterhin ganz hinten im Küchenschrank sitzen.