SPÖ will Statistik ändern

Muhammad beliebtester Vorname in Linz: Streit um Zahlen

Die Linzer Vornamensstatistik sorgt für politische Aufregung: Die FPÖ spricht von "Verschleierung", Bürgermeister Prammer verteidigt die Vielfalt.
Oberösterreich Heute
30.01.2026, 14:43
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Die Stadt Linz hat ihre neue Vornamensstatistik veröffentlicht – und das sorgt für ordentlichen Wirbel in der Lokalpolitik. Denn: Der Name Muhammad (inklusive verschiedener Schreibweisen wie Mohammed, Mohamad oder Mehmet) war 2025 erneut der beliebteste Vorname für neugeborene Buben in der oberösterreichischen Landeshauptstadt.

Auch wenn der Name nur bei etwa jedem 44. Bub vergeben wurde, reagiert die Linzer FPÖ scharf: "Dass im Jahr 2025 erneut Muhammad der beliebteste Vorname für neugeborene Buben in Linz ist, ist mehr als nur eine Randnotiz – es ist ein bedenkliches Symbol für die zunehmende Überfremdung unserer Stadt," so Sicherheitsstadtrat Michael Raml. Bereits 2024 hatte Muhammad in verschiedenen Schreibweisen an der Spitze der Liste gestanden.

Raml sieht in der Entwicklung das Ergebnis einer verfehlten Politik: "Diese Entwicklung zeigt schwarz auf weiß, was viele Linzer tagtäglich auf Spielplätzen, in Schulen und Kindergärten erleben: Die Entfremdung gegenüber der eigenen Heimat schreitet unaufhaltsam voran."

Die FPÖ kritisiert dabei vor allem die SPÖ-Migrationspolitik und rechnet vor: "Der Anteil österreichischer Staatsbürger in Linz ist seit 2002 von 88 Prozent auf nur mehr 70 Prozent im Jahr 2025 gesunken. Gleichzeitig hat sich der Ausländeranteil beinahe verdreifacht – von 12 Prozent auf über 30 Prozent."

Besonders kritisch sieht Raml auch die neue Ausrichtung der Statistik. Denn ab heuer verzichtet die Stadt auf eine sprachliche Zuordnung der Namen und veröffentlicht nur noch die Originalschreibweise.

Prammer: "Statistik soll zeigen, wie bunt Stadt ist"

SPÖ-Bürgermeister Dietmar Prammer verteidigt diesen Schritt: "Die Linzer Vornamensstatistik soll zeigen, wie bunt und vielfältig unsere Stadt ist – und nicht politisch aufgeladen werden. Mit der Konzentration auf die Originalschreibweise sorgen wir für Transparenz, Nachvollziehbarkeit und eine langfristig vergleichbare Statistik. Die Vornamensstatistik soll wieder das sein, was sie eigentlich ist: ein spannender Blick auf Trends und Vielfalt in der Namenswahl."

Für die FPÖ ist das jedoch ein Versuch der Verschleierung: "Bedenklich ist die Ankündigung von Bürgermeister Prammer, diese Entwicklung künftig verschleiern zu wollen, indem auf eine etymologische Zusammenfassung der Namen verzichtet werden soll," so Raml.

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