So stand es um die Sicherheit

Nach MAK-Raub liegt jetzt das große Gutachten vor

Nach dem bewaffneten Raub eines wertvollen Colliers im MAK liegt das Abschlussgutachten vor. Die Sicherheitsmaßnahmen werden darin bestätigt.
Newsdesk Heute
02.10.2026, 13:25
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Der spektakuläre Raubüberfall im Wiener MAK sorgte Ende August für Aufsehen. Bewaffnete Täter hatten am 27. August 2026 während der Ausstellung "GLANZSTÜCKE. Van Cleef & Arpels High Jewelry × Masterpieces from the MAK Collection" ein wertvolles Collier gestohlen.

Nun liegt mit dem Ende der Ausstellung auch das vom Museum in Auftrag gegebene unabhängige Gutachten zu den Sicherheitsvorkehrungen vor. Das Ergebnis: Die getroffenen Maßnahmen hätten den maßgeblichen österreichischen und internationalen Standards entsprochen.

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Untersucht wurden unter anderem das Schutzkonzept vor Beginn der Ausstellung, die Alarmierungskette sowie das Verhalten des Sicherheitspersonals und der Verantwortlichen während und nach dem Überfall.

Raub laut Gutachten nicht zu verhindern

Besonders brisant: Laut Untersuchung hätte der von bewaffneten Profis ausgeführte Überfall trotz umfangreicher Sicherheitsmaßnahmen nicht verhindert werden können. Zum Einsatz kamen unter anderem Panzerglas, eine dreistellige Zahl an Videokameras und Alarmsensoren sowie speziell geschultes Sicherheitspersonal.

Auch die Abläufe während des Überfalls seien laut Gutachten gut bewältigt worden. Im Mittelpunkt habe dabei der Schutz von Besuchern und Mitarbeitern gestanden. Verletzt wurde bei dem Überfall niemand.

"Der bewaffnete Raub und der Verlust eines wertvollen Colliers sind für das Museum ein dramatischer Vorfall", erklärt Astrid Gilhofer, Vorsitzende des MAK Kuratoriums. Die Untersuchung bestätige ein professionelles Sicherheitsmanagement bei der Vorbereitung der Ausstellung und während der Tat. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dennoch für weitere Verbesserungen genutzt werden.

MAK-Chefin: "Der Verlust schmerzt uns"

Auch MAK-Generaldirektorin Lilli Hollein sieht die Sicherheitsvorkehrungen durch die Untersuchung bestätigt. "Der Verlust des Objekts schmerzt uns. Entscheidend ist aber, dass niemand verletzt oder in Panik versetzt wurde", sagt sie.

Museen seien laut Hollein zunehmend mit neuen Täterprofilen und brutalen Räubern konfrontiert. Gemeinsam mit anderen Bundesmuseen werde deshalb daran gearbeitet, auf diese veränderten Bedingungen zu reagieren und zusätzliche Maßnahmen zu setzen.

Bereits einen Tag nach dem Überfall öffnete die Ausstellung wieder. Am 27. September ging "GLANZSTÜCKE" schließlich zu Ende. Insgesamt kamen rund 74.600 Besucher ins MAK.

red,02.10.2026, 13:25
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