Der US-amerikanische Tech-Gigant Apple steht vor dem erwarteten Anlauf der nächsten iPhone-Generation vor großen Herausforderungen: Es fehlt an wichtigen Bauteilen. Wie Konzernchef Tim Cook bekanntgab, sind vor allem kombinierte Chipsysteme, die das Herzstück von Apple-Geräten wie iPhone und Mac-Computer sind, betroffen.
Cook, der im September nach 15 Jahren seinen Posten bei Apple räumen wird, gibt zu: In den letzten Monaten habe man die Nachfrage nach iPhones und Macs unterschätzt - trotz hoher Absatzprognosen.
Normalerweise wäre das kein großes Problem gewesen - als Riesenkunde hat Apple viel Gewicht bei Zulieferern. Aktuell gebe es laut Cook aber "weniger Flexibilität" bei den Produzenten - und deshalb erhebliche Engpässe mit wenig Möglichkeit zum Gegensteuern.
Wie orf.at berichtet, sind die Chipkapazitäten deshalb ausgebucht, weil wegen des boomenden Geschäfts mit künstlicher Intelligenz gerade enorm viele Halbleiter für den Ausbau von Rechenzentren bestellt werden.
Der historische KI-Boom lässt laut Computerwoche die Investitionen in Rechenzentren im Jahr 2026 um 62,5 Prozent steigen - auf 822 Milliarden Dollar. Der Analyst John-David Lovelock spricht beim Aufbau der für KI nötigen Rechenkapazität sogar vom "größten Infrastrukturprojekt, das die Menschheit je in Angriff genommen hat".
Branchenkenner gehen dennoch davon aus, dass auch diesen September neue Modelle des ikonischen iPhones vorgestellt werden. Nach Informationen des Finanzdienstes Bloomberg soll sogar das erste aufklappbare iPhone-Modell auf den Markt kommen.
Im vergangenen Quartal stieg der iPhone-Umsatz im Jahresvergleich um nahezu 22 Prozent auf 54,25 Milliarden Dollar (47 Mrd. Euro). Auch der iPhone-Absatz ist Analysten zufolge deutlich gestiegen.