Das Nackenkissen soll den Flug angenehmer machen – doch bei manchen Airlines kann genau dieses kleine Reise-Gadget zum Problem werden. Wer es außen am Gepäck oder um den Hals trägt, riskiert im schlimmsten Fall eine saftige Nachzahlung.
Besonders streng sind die Regeln bei mehreren Billigfluglinien. Denn was für Passagiere wie ein harmloses Accessoire aussieht, kann beim Boarding plötzlich als zusätzliches Gepäckstück gewertet werden.
Bei Wizz Air ist genau geregelt, welche Gegenstände zusätzlich zum kostenlosen Handgepäckstück mit an Bord dürfen. Dazu gehören ein Mantel oder eine Decke, ein Mobiltelefon, Lesematerial für den Flug, diverse Duty-Free-Artikel und Krücken für körperlich eingeschränkte Menschen. Ein Nackenkissen zählt laut den Gepäckbestimmungen allerdings nicht dazu.
Die Konsequenz: Das Kissen muss im erlaubten Handgepäck Platz finden. Wer erst am Gate damit auffällt, könnte zur Kasse gebeten werden. Je nach Situation können dabei Kosten von bis zu 65 Euro entstehen.
Auch Ryanair verlangt grundsätzlich, dass das Nackenkissen im zulässigen Gepäck untergebracht wird. Wer damit um den Hals durch das Boarding marschiert, bewegt sich daher in einer Grauzone der praktischen Kontrolle. Denn entscheidet das Personal, dass das Kissen ein zusätzliches Gepäckstück darstellt, kann eine Gebühr fällig werden.
Nicht nur Wizz Air und Ryanair setzen auf strikte Gepäckvorgaben. Auch bei easyJet, Eurowings, Norwegian und Vueling gilt grundsätzlich: Zusätzliche Gegenstände müssen in der erlaubten Tasche verstaut werden.
Ausnahmen gibt es etwa für medizinische Ausrüstung, Gehhilfen oder bestimmte Gegenstände für Babys und Kleinkinder.
Bei klassischen Netzwerk-Airlines sind die Vorgaben häufig großzügiger. Lufthansa akzeptiert beispielsweise Gegenstände des persönlichen Bedarfs für die Reise.
Doch auch hier lohnt ein Blick auf den gebuchten Tarif. Wer lediglich einen persönlichen Gegenstand mitnehmen darf, sollte darauf achten, dass das Nackenkissen nicht plötzlich zum zusätzlichen Gepäckstück wird.