Keime im Anflug

Ekel im Flieger! Dieser Ort ist dreckiger als das Klo

Kaffee drauf, Snack daneben, Handy mittendrin: Ausgerechnet der Klapptisch könnte zu den dreckigsten Orten an Bord gehören.
Heute Life
22.08.2026, 16:44
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Der Koffer ist verstaut, der Gurt klickt und auf dem Klapptisch wartet schon der erste Kaffee. Doch ausgerechnet dort, wo später Getränk, Snack und vielleicht sogar das Handy landen, könnte es hygienisch unangenehm werden. Denn wer beim Fliegen automatisch die Bordtoilette für den größten Keim-Hotspot hält, schaut womöglich an der falschen Stelle.

Die ehemalige British-Airways-Flugbegleiterin Jane Hawkes verrät aus ihrer jahrelangen Erfahrung, welche Bereiche sie niemals benutzen würde, ohne vorher zum Feuchttuch zu greifen.

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Ausgerechnet hier wird gegessen

"Die schlimmsten Bereiche sind die Klapptische, Armlehnen, Sitze und Kopfstützen – immer abwischen, bevor du sie benutzt", erklärt Hawkes gegenüber der britischen "Daily Mail". Vor allem der Klapptisch verdient demnach besondere Aufmerksamkeit. Schließlich wird er während eines Fluges ständig berührt und für die unterschiedlichsten Dinge verwendet. Hawkes empfiehlt deshalb, Desinfektionsmittel und Feuchttücher im Handgepäck mitzunehmen und häufig berührte Flächen vor der Benutzung kurz abzuwischen.

Ihre Begründung: "Flugzeuge werden nur dann gründlich gereinigt, wenn sie zur Wartung müssen." Zwischen einzelnen Flügen bleibe für die Reinigung dagegen oft nur begrenzt Zeit.

Das bedeutet nicht automatisch, dass jeder Klapptisch gefährlich oder mit krankmachenden Keimen belastet ist. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann die häufig berührten Oberflächen rund um den eigenen Sitz dennoch reinigen – und sollte vor allem vor dem Essen auf saubere Hände achten.

Barfuß durch den Flieger? Bloß nicht

Hawkes hat während ihrer Zeit über den Wolken allerdings noch ganz andere Dinge erlebt. Besonders wenig Verständnis hat sie für Passagiere, die ihre Füße auf Sitze oder andere Flächen legen. "Das ist unhygienisch, unnötig und respektlos gegenüber anderen Passagieren", sagt sie. Noch schlimmer: barfuß durch die Kabine laufen. "Ich habe Leute barfuß herumlaufen sehen – einfach nur: Igitt."

Gerade der Gang zur Bordtoilette sollte deshalb niemals ohne Schuhe erfolgen. Schließlich lässt sich kaum erkennen, was sich auf dem Boden befindet – und ob die Flüssigkeit vor der Toilette tatsächlich nur Wasser ist.

Diese Angewohnheiten nerven die Crew

Doch nicht nur bei der Hygiene gibt es aus Sicht der ehemaligen Flugbegleiterin Luft nach oben. Auch bei der Etikette an Bord kennt Hawkes einige klare No-Gos. Dazu zählt etwa, Videos oder Musik ohne Kopfhörer über den Lautsprecher laufen zu lassen. Auch Gespräche während der Sicherheitsanweisungen hält sie für respektlos gegenüber der Crew und anderen Passagieren.

Ein besonderer Klassiker sorgt ebenfalls für Ärger: die Rückenlehne ohne Vorwarnung nach hinten zu klappen. Vor allem während des Essens könne das für den Menschen dahinter äußerst unangenehm werden. Ein kurzer Blick nach hinten oder eine freundliche Vorwarnung können hier bereits verhindern, dass aus einem entspannten Flug ein kleiner Nachbarschaftsstreit in 10.000 Metern Höhe wird.

Diesen Sitzplatz würde sie selbst wählen

Auch bei der Platzwahl hat die Ex-Flugbegleiterin einen Favoriten. "Die besten Plätze sind an der Trennwand ganz vorn im Flieger", erklärt Hawkes.

Die sogenannten Bulkhead-Sitze befinden sich direkt hinter einer Trennwand und können je nach Flugzeugtyp mehr Bewegungsfreiheit bieten. Zudem sitzt dort niemand unmittelbar davor, der seine Rückenlehne nach hinten klappen könnte. Auch beim Aussteigen kann eine Position weiter vorn Zeit sparen.

Allerdings gibt es Einschränkungen: Die genaue Beinfreiheit und Ausstattung unterscheiden sich je nach Flugzeug, und Handgepäck darf bei Start und Landung an manchen Bulkhead-Plätzen nicht vor den Füßen verstaut werden. Zudem verlangen Airlines für begehrte Sitze häufig einen Aufpreis.

Ein Feuchttuch kann nicht schaden

Wer seinen nächsten Flug möglichst entspannt verbringen möchte, braucht also keine komplette Hygiene-Ausrüstung im Handgepäck. Ein kleines Desinfektionsmittel und ein paar Reinigungstücher können laut Hawkes aber durchaus sinnvoll sein.

{title && {title} } red, {title && {title} } 22.08.2026, 16:44
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