Bezahl-Tipps vom ÖAMTC

Diese versteckten Kosten können im Urlaub teuer werden

Karte, Smartphone oder Bargeld: Im Urlaub gibt es beim Bezahlen einiges zu beachten. Besonders außerhalb des Euro-Raums kann es rasch teuer werden.
Newsdesk Heute
27.08.2026, 22:37
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Ob mit Karte, Smartphone oder Bargeld: Wer im Ausland bezahlt, sollte sich vor der Reise über mögliche Gebühren informieren.

Besonders außerhalb des Euro-Raums können zusätzliche Kosten entstehen. ÖAMTC-Reiseexpertin Yvette Polasek erklärt, worauf du im Urlaub achten solltest, damit das Bezahlen nicht unerwartet teuer wird.

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Kartenzahlungen gehören für viele Menschen längst zum Urlaubsalltag. Innerhalb des Euro-Raums funktioniert das in der Regel unkompliziert und ohne zusätzliche Gebühren. Wer außerhalb der Euro-Zone unterwegs ist, sollte allerdings genauer hinschauen.

Je nach Bank und Kartenanbieter können bei Zahlungen in einer Fremdwährung zusätzliche Gebühren oder Mindestspesen anfallen. "Es lohnt sich daher, die Zahlungskonditionen der eigenen Debit- und Kreditkarte zu vergleichen und jeweils das Zahlungsmittel mit den geringeren Kosten zu wählen", rät Polasek.

ÖAMTC Reiseexpertin Yvette Polasek
ÖAMTC

Auch wer im Urlaub Geld abheben möchte, sollte die Bedingungen seiner Karte kennen. Bei einer Bargeldbehebung außerhalb des Euro-Raums können nämlich mehrere Gebühren zusammenkommen. Neben der eigenen Bank kann auch der Betreiber des jeweiligen Bankomaten eine fixe Gebühr verlangen.

Vor dem Abflug empfiehlt es sich außerdem, bei der eigenen Bank nach den geltenden Karten- und Bezahllimits zu fragen. Auch eine sogenannte Geo-Control-Funktion kann eine Rolle spielen. Wer seine Karte außerhalb Europas einsetzen möchte, muss diese Sicherheitsfunktion unter Umständen vor der Reise deaktivieren.

Bei Kartenzahlungen und Bargeldbehebungen im Ausland gilt zudem: Wenn ein Terminal oder Bankomat zwischen Euro und der jeweiligen Landeswährung wählen lässt, sollte grundsätzlich die Landeswährung ausgewählt werden. Die sogenannte "Sofortumrechnung" in Euro wirkt zwar auf den ersten Blick bequem, kann aber durch einen ungünstigeren Wechselkurs am Ende deutlich mehr kosten.

Warum etwas Bargeld trotzdem dazugehört

Auch wenn Karten und Smartphone-Zahlungen immer wichtiger werden, sollte man auf Reisen nicht vollständig auf Bargeld verzichten. Ein kleiner Betrag kann bereits bei der Ankunft praktisch sein, etwa für die Fahrt vom Flughafen, ein Trinkgeld oder erste kleinere Ausgaben.

"Im Urlaubsland Geld in der jeweiligen Fremdwährung abzuheben ist in vielen Fällen günstiger als zuhause noch zu wechseln", weiß Polasek.

Bei der Bargeldbehebung sollte außerdem auf die Anzahl der Abhebungen geachtet werden. Wenn für jede einzelne Transaktion Gebühren anfallen, können viele kleine Behebungen unnötig teuer werden. "Da Gebühren oft pro Abhebung verrechnet werden, sollte man größere Beträge auf einmal und nicht viele kleinere beheben."

Trotzdem sollte man anschließend nicht das gesamte Reisebudget in bar mit sich herumtragen. Aus Sicherheitsgründen empfiehlt es sich, nur kleinere Summen bei sich zu haben und den restlichen Betrag möglichst sicher aufzubewahren.

Gerade wer nicht ausschließlich in klassischen Touristengebieten unterwegs ist, kann zudem auf Bargeld angewiesen sein. In kleineren Restaurants oder Geschäften ist die Kartenzahlung vielerorts noch nicht selbstverständlich. Je nach Reiseziel kann Bargeld daher trotz moderner Bezahlsysteme weiterhin eine wichtige Rolle spielen.

Bezahlen mit dem Smartphone hat Grenzen

Das Smartphone ist für viele Reisende mittlerweile ebenfalls zum Zahlungsmittel geworden. In einigen Ländern gehört die mobile Zahlung bereits zum normalen Alltag. Trotzdem sollte man sich laut ÖAMTC nicht ausschließlich darauf verlassen.

"Bezahlen per Smartphone ist für viele Reisende bequem und in manchen Ländern bereits Standard. Trotz zunehmender Akzeptanz sollte man sich aber nicht ausschließlich darauf verlassen", erklärt die Reiseexpertin.

Der Grund liegt auf der Hand: Für das mobile Bezahlen braucht man zunächst ein funktionierendes Smartphone. Ist der Akku leer, kann das Bezahlen unter Umständen nicht mehr möglich sein. Je nach System kann außerdem eine Internetverbindung erforderlich sein. Dazu kommt, dass mobile Bezahlsysteme nicht überall akzeptiert werden.

Wer im Urlaub mit dem Smartphone zahlen möchte, sollte deshalb schon vor der Abreise einige Dinge überprüfen. Dazu gehört etwa die Frage, ob das eigene Gerät die sogenannte NFC-Technik unterstützt. Auch sollte geklärt werden, ob die verwendete Bezahl-App im jeweiligen Reiseland funktioniert.

Beim Smartphone selbst spielt auch die Sicherheit eine wichtige Rolle. Eine sichere Geräte-PIN, die Freigabe per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung und die Möglichkeit, das Gerät bei Verlust aus der Ferne zu sperren, können helfen, persönliche Daten und Zahlungsinformationen zu schützen.

Nicht nur auf eine Zahlungsart verlassen

Welche Zahlungsmethode am besten funktioniert, hängt stark vom jeweiligen Urlaubsziel ab. In Ländern wie Schweden, Norwegen, Dänemark, den Niederlanden oder Kanada können vielerorts selbst kleinere Beträge problemlos mit Karte oder Smartphone bezahlt werden. In Teilen Südamerikas und Nordafrikas sowie in ländlicheren Regionen Asiens kann Bargeld dagegen weiterhin eine größere Bedeutung haben.

Genau deshalb empfiehlt der ÖAMTC, nicht alles auf eine einzige Karte oder Zahlungsart zu setzen. "Am sichersten ist ein passender Zahlungsmittel-Mix aus Debit- oder Kreditkarte, Smartphone und etwas Bargeld. Wer zusätzlich eine zweite Karte als Reserve dabeihat, bleibt auch bei technischen Problemen oder einer nicht akzeptierten Karte zahlungsfähig", erklärt Polasek.

Eine zusätzliche Möglichkeit können Multi-Währungskarten sein. Je nach Anbieter lassen sich damit Fremdwährungen unter bestimmten Bedingungen abrechnen. Ob sich ein solches Angebot tatsächlich lohnt, hängt von den jeweiligen Gebühren und Konditionen ab.

Vor einer Reise sollten Urlauber daher auch prüfen, welche Zahlungsgewohnheiten und Möglichkeiten am jeweiligen Zielort üblich sind. Informationen dazu stellt der ÖAMTC in seiner Länder-Info bereit. Auch über die ÖAMTC-App "Meine Reise" können sich Reisende bereits vor dem Start über wichtige Details zum jeweiligen Urlaubsland informieren.

Unterm Strich gilt: Wer im Urlaub flexibel bleiben möchte, sollte nicht ausschließlich auf Karte, Smartphone oder Bargeld setzen. Eine Kombination aus mehreren Zahlungsmöglichkeiten kann nicht nur vor unerwarteten Gebühren schützen, sondern auch dann helfen, wenn eine Karte plötzlich nicht funktioniert oder ein Geschäft nur Bargeld akzeptiert. Gerade außerhalb des Euro-Raums lohnt sich deshalb ein kurzer Check der eigenen Kartenkonditionen und der Zahlungsgewohnheiten im Reiseland bereits vor der Abfahrt.

{title && {title} } red, {title && {title} } 27.08.2026, 22:37