Tierischer Nachwuchs

So niedlich kann eine Hoffnung für Artenschutz aussehen

Im Zoo ist ein Nashornkalb zur Welt gekommen. Die Geburt wurde per Video dokumentiert, Mutter und Jungtier sind wohlauf.
Heute Tierisch
04.12.2025, 14:08
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Am Dienstag in der Früh hat ein Tierpfleger ein neugeborenes Nashorn im Zoo Schmiding (Wels-Land) entdeckt. Dank Videoaufzeichnungen konnte die genaue Geburtszeit mit 2.34 Uhr festgestellt werden. Es handelt sich bereits um das sechste Nashornbaby, das hier das Licht der Welt erblickt hat – trotzdem sei von Routine keine Rede, denn das junge Nashorn zeigt sich schon jetzt sehr lebendig.

Das Kalb ist von Anfang an neugierig und aufmerksam gewesen und hat schon die erste Kolostralmilch getrunken. Es schnuppert an seiner Umgebung und folgt seiner Mutter bereits "erstaunlich gut auf seinen wackeligen Beinen", heißt es. Die Mutter, Renette, war am ersten Tag noch recht erschöpft, hat sich aber trotzdem, wie es sich gehört, sofort schützend vor ihr Junges gestellt, sobald ein Tierpfleger den Stall betreten hat.

Mama "Renette" zeigt sich sehr aufopfernd.
APA-Images / APA / PETER STERNS

Lange Schwangerschaft

Mit 16 Monaten Tragzeit – das ist eine der längsten im Tierreich – ist es schwer, den Geburtstermin genau vorherzusagen. Der kann auch um ein paar Wochen abweichen. Die Tierpfleger haben in den letzten Tagen das Verhalten der Mutter genau beobachtet. Einen Tag vor der Geburt war Renette deutlich unruhiger und hat immer wieder kurze Sprints in der Außenanlage hingelegt. Das gilt als mögliches Zeichen für eine bevorstehende Geburt.

Breitmaulnashörner sind in freier Wildbahn stark bedroht – Wilderei und der Verlust ihres Lebensraums machen ihnen zu schaffen. "Jede erfolgreiche Nachzucht ist daher ein berührender Moment und ein wichtiger Beitrag für den internationalen Artenschutz", sagt Zoodirektor Andreas Artmann.

In den nächsten Tagen bleiben Mutter und Kalb noch ausschließlich im Stall. Die beiden sollen in Ruhe eine stabile Beziehung aufbauen. Besucher können trotzdem dabei sein – über Livebilder, die auf einen Bildschirm gegenüber vom Nashorn-Stall übertragen werden. Am Wochenende gibt es beim "Meet the keeper" die Möglichkeit, direkt von den Nashornpflegern mehr über die Schützlinge zu erfahren.

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