Nach dem tödlichen Angriff auf den internationalen Flughafen von Riad sind am Sonntag neue Attacken auf Flughäfen in Saudi-Arabien und im Jemen gemeldet worden. Die von Saudi-Arabien unterstützte Koalition im Jemen teilte mit, dass ein nicht identifiziertes Geschoss auf Terminal 4 des Flughafens in Riad gerichtet gewesen sei. Ob es einschlug und ob es Opfer oder Schäden gab, war zunächst unklar.
Gleichzeitig meldete der von den Huthi-Rebellen betriebene Fernsehsender Al-Masirah TV einen Angriff auf den internationalen Flughafen von Sanaa im Jemen. Eine Stellungnahme Saudi-Arabiens dazu lag zunächst nicht vor. Die Angaben zu den neuen Angriffen ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Bereits in der Früh hatten die Huthi-Rebellen ihre Warnung vor der Nutzung saudi-arabischer Flughäfen bekräftigt. Fluggesellschaften, Flughafenmitarbeiter und Reisende sollten diese ernst nehmen, teilte die Miliz mit. Saudi-Arabien trage die Verantwortung für gescheiterte Abfangmanöver.
Bei einem Angriff auf den internationalen Flughafen König Chalid in Riad waren nach Angaben der saudischen Zivilluftfahrtbehörde mindestens zwölf Menschen getötet und weitere 309 verletzt worden.
Die neuen Meldungen deuten darauf hin, dass die Flughäfen beider Länder weiter im Fokus des Konflikts stehen. Das tatsächliche Ausmaß der jüngsten Vorfälle war zunächst offen.
Auch auf See wurden neue Zwischenfälle gemeldet. Laut der britischen Seefahrtsbehörde UKMTO wurde ein Tanker in der Straße von Hormus von einem unbekannten Geschoss getroffen und geriet in Brand. Die Besatzung sei in Sicherheit. Wie groß der Schaden ist und ob es Folgen für die Umwelt gibt, war zunächst nicht bekannt.
Zuvor hatte das US-Zentralkommando Centcom mitgeteilt, dass das US-Militär im Golf von Oman ein Frachtschiff außer Gefecht gesetzt habe. Das unter panamaischer Flagge fahrende Schiff soll versucht haben, eine Seeblockade gegen den Iran zu durchbrechen.
Ein US-Kampfjet habe mit Präzisionsmunition das Heck getroffen und dadurch den Antrieb lahmgelegt. Die Besatzung sei unverletzt geblieben.