In der Nacht sind über einer der größten Ölraffinerien Russlands erneut hohe Flammen und dichter Rauch aufgestiegen.
Zuvor waren in der Stadt Kstowo in der Region Nischni Nowgorod mehrere Explosionen gemeldet worden. Nach ersten Angaben dürfte die Anlage Ziel eines ukrainischen Drohnenangriffs geworden sein.
Betroffen ist die Lukoil-Raffinerie Nizhegorodnefteorgsintez. Der Standort zählt zu den wichtigsten Ölverarbeitungsanlagen Russlands und kann nach Angaben zur Kapazität jährlich rund 15 bis 17 Millionen Tonnen Rohöl verarbeiten.
Entsprechend bedeutend ist die Raffinerie für die Versorgung mit Treibstoffen und anderen Erdölprodukten.
Für die Anlage ist der jüngste Vorfall nicht der erste Angriff dieser Art. In den vergangenen Monaten wurde die Raffinerie bereits mehrfach von ukrainischen Drohnen ins Visier genommen.
Nach Attacken im Juni und Juli ist die Ölverarbeitung in Russland auf den niedrigsten Stand seit Jahren gedrückt. In mehreren Regionen gibt es inzwischen Kraftstoffengpässe, Moskau hat die Ausfuhr unter anderem von Benzin und Diesel eingeschränkt.
Wie groß die Schäden nach dem aktuellen Angriff sind und ob der Betrieb erneut beeinträchtigt wurde, ist derzeit noch nicht bekannt. Auch zu möglichen Verletzten oder weiteren Folgen lagen zunächst keine verlässlichen Angaben vor.