Überraschendes Ergebnis

Neue Studie deckt 10.000-Schritte-Irrtum auf

Eine aktuelle Studie zeigt, wie Gehen das Sterberisiko senken kann – allerdings kommt es dabei nicht nur auf die Schrittzahl an.
Heute Life
16.09.2026, 16:50
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Die Fitness-Uhr schlägt Alarm, die 10.000 sind noch nicht voll? Kein Grund für ein schlechtes Gewissen. Eine neue Studie zeigt: Beim Gehen dürfte nicht nur die reine Schrittzahl zählen. Wer zwischendurch das Tempo erhöht, kann offenbar auch mit deutlich weniger Schritten gesundheitlich profitieren.

Forschende der University of Sydney haben Gesundheitsdaten von rund 65.000 Menschen aus der britischen UK Biobank untersucht. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer trugen sieben Tage lang einen Bewegungssensor am Handgelenk. Er erfasste sowohl die täglichen Schritte als auch deren Intensität.

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43 Prozent weniger Sterberisiko

Für die Auswertung teilten die Forschenden die Menschen in vier Gruppen ein: weniger als 5000 Schritte, 5000 bis 7500, 7500 bis 10.000 und mehr als 10.000 Schritte pro Tag. Zusätzlich schauten sich die Forschenden an, wie schnell die Teilnehmer in ihren jeweils 30 aktivsten Gehminuten unterwegs waren. Diese 30 Minuten mussten dabei nicht am Stück absolviert werden.

Das Ergebnis, veröffentlicht im "British Journal of Sports Medicine", überrascht: Besonders günstig schnitten jene ab, die zwischen 7500 und 10.000 Schritte täglich machten und dabei in ihren schnellsten Gehphasen auf rund 100 Schritte pro Minute kamen. Ihr Risiko, im Beobachtungszeitraum zu sterben, lag im Vergleich zur inaktivsten Gruppe um 43 Prozent niedriger.

Schon 5000 Schritte können zählen

Bei jenen, die weniger als 5000 Schritte am Tag gingen, war ein zügigeres Tempo ebenfalls mit einem niedrigeren Sterberisiko verbunden. Bei rund 80 Schritten pro Minute lag es laut Studienauswertung um 28 Prozent niedriger.

In der Gruppe mit 5000 bis 7500 Schritten zeigte sich bereits bei einem Tempo von rund 60 Schritten pro Minute ein um 30 Prozent niedrigeres Risiko. Auch bei Todesfällen durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen fanden die Forschenden ähnliche Zusammenhänge.

Die 10.000 sind keine magische Grenze

Damit wird die berühmte 10.000-Schritte-Regel ein Stück weit entzaubert. Die Zahl selbst ist nämlich keine wissenschaftlich festgelegte Gesundheitsgrenze. Sie geht vielmehr auf eine japanische Marketingkampagne rund um einen Schrittzähler aus den 1960er-Jahren zurück.

Ein paar zusätzliche flotte Gehminuten lassen sich vergleichsweise einfach einbauen: nach dem Mittagessen eine Runde um den Häuserblock, beim Telefonieren auf und ab gehen oder den Weg zum Geschäft bewusst zu Fuß zurücklegen.

Wer ohnehin unterwegs ist, kann zwischendurch das Tempo für fünf bis zehn Minuten erhöhen. Die in der Studie beobachteten Geschwindigkeiten können dabei als grobe Orientierung dienen.

red,16.09.2026, 16:50
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