Tempo-Trick

Machst du laut Handy zu wenig Schritte? Dann mach DAS

Zu wenig Schritte auf der Uhr? Dann solltest du vielleicht nicht weiter, sondern einfach flotter gehen.
Heute Life
11.09.2026, 14:00
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Am Abend noch schnell ein Blick aufs Handy – und schon kommt das schlechte Gewissen: Gerade einmal 4.000 Schritte geschafft. Von den oft genannten 10.000 ist das meilenweit entfernt. Doch eine neue Studie liefert jetzt eine gute Nachricht für alle, die ihr Schrittziel regelmäßig verfehlen: Denn offenbar zählt nicht nur, wie viel wir gehen – auch wie schnell wir dabei unterwegs sind, könnte für die Gesundheit eine wichtige Rolle spielen.

Weniger Schritte? Dann zieh das Tempo an

Für die Untersuchung werteten Forscher Daten der britischen UK Biobank aus. Mehr als 100.000 Teilnehmer hatten sieben Tage lang einen Aktivitätstracker getragen, der sowohl ihre tägliche Schrittzahl als auch die Intensität ihrer Bewegung erfasste. Anschließend untersuchten die Wissenschaftler, wie diese Werte mit dem Sterberisiko in den folgenden Jahren zusammenhingen.

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Dabei zeigte sich: Wer täglich nur wenige Schritte schafft, könnte einen Teil davon durch ein flotteres Tempo ausgleichen. Bei Menschen mit weniger als 5.000 Schritten pro Tag war ein zügigerer Gang mit einem niedrigeren Sterberisiko verbunden als bei vergleichbar wenigen, aber langsameren Schritten. Über verschiedene Schrittgruppen hinweg war ein Tempo von ungefähr 90 bis 100 Schritten pro Minute mit einem niedrigeren Sterberisiko verbunden.

Mehr gehen funktioniert ebenfalls

Das bedeutet allerdings nicht, dass gemütliches Gehen plötzlich nichts mehr bringt. Die Forscher fanden gewissermaßen zwei Wege: weniger, dafür flotter gehen – oder mehr Schritte in einem langsameren Tempo sammeln.

Bei 7.500 bis 10.000 täglichen Schritten war das Risiko eines frühen Todes insgesamt am niedrigsten. Wer weniger als 7.500 Schritte schaffte, profitierte in der Auswertung dagegen besonders von Phasen mit höherem Tempo. Ein flotterer Gang für mindestens 30 Minuten täglich war bei diesen Teilnehmern mit einem zunehmend niedrigeren Sterberisiko verbunden.

Für Menschen, die im Alltag schlicht keine Zeit für lange Spaziergänge haben, ist das eine praktische Botschaft: Statt sich vom unerreichten Schrittziel frustrieren zu lassen, kann es sinnvoll sein, die ohnehin zurückgelegten Wege etwas flotter zu gehen.

Dieser einfache Test verrät dein Tempo

Doch wer zählt beim Spazieren schon permanent seine Schritte pro Minute? Dafür gibt es einen simplen Alltagstest: Bei einem zügigen Tempo solltest du merklich stärker atmen und dir wärmer werden. Eine Unterhaltung in kurzen Sätzen sollte weiterhin möglich sein – bequem ein Lied zu singen dagegen nicht mehr. Das Tempo ist dabei individuell: Was für einen fitten 40-Jährigen locker ist, kann für einen älteren Menschen bereits sehr anstrengend sein.

Wer also abends nur 4.000 oder 5.000 Schritte auf dem Display sieht, muss den Tag nicht gleich als gesundheitlichen Reinfall verbuchen. Jede Bewegung zählt – und neben der Zahl auf dem Handy lohnt sich offenbar auch ein Blick aufs Tempo.

red,11.09.2026, 14:00
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