Big Blue Marble bei KraftCom

Neues Fernsehen für ganz Österreich mit Replay und KI

KraftCom setzt auf eine neue TV-Plattform von Big Blue Marble. Kunden erhalten Live-TV, Aufnahmen und 7-Tage-Rückblicke über eine zentrale Oberfläche.
22.10.2026, 20:07
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Der niederösterreichische Internet- und TV-Anbieter KraftCom setzt seit 1. Oktober auf eine neue Fernsehplattform des österreichischen Medientechnologieunternehmens Big Blue Marble. Das Angebot läuft unter der eigenen Marke und bietet neben Live-TV auch Aufnahmen, einen Neustart laufender Sendungen und einen Sieben-Tage-Rückblick. Kunden können über eine Set-Top-Box oder eine App am Smart-TV fernsehen.

Die Umstellung wurde laut Unternehmen innerhalb von rund zehn Wochen umgesetzt. Big Blue Marble stellt dafür die technische Plattform, Content-Rechte, Android-TV-basierte Empfangsgeräte sowie Betrieb und Support bereit. KraftCom bezahlt dafür eine laufende Gebühr, anstatt sämtliche Bestandteile selbst aufbauen zu müssen. Die Oberfläche bündelt Live-Programme, Mediatheken und On-Demand-Inhalte. KI-gestützte Empfehlungen sollen passende Inhalte leichter auffindbar machen.

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Mit der Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB) nutzt bereits ein weiterer österreichischer Anbieter die Plattform. Dort ist das System nach Angaben von Big Blue Marble seit rund einem Jahr im Regelbetrieb. IKB-Vertreter heben vor allem die Zusammenarbeit und Verbesserungen bei internen Abläufen hervor.

Krisensicherheit von Kommunikationsnetzen

Big Blue Marble entwickelt neben TV-Plattformen auch Technologien für die sichere Verbreitung digitaler Inhalte. Dazu zählt die Kennzeichnung von Videos mit sogenannten C2PA Content Credentials. Diese digitalen Herkunftsnachweise sollen nachvollziehbar machen, von welcher Quelle ein Video stammt und welche Bearbeitungsschritte dokumentiert sind. Das Unternehmen setzt die Technologie bei neu produzierten Videos auf der Plattform des österreichischen Parlaments ein.

Auch die Krisensicherheit von Kommunikationsnetzen ist ein Thema. Big Blue Marble betreibt nach eigenen Angaben 430 Rundfunk-Senderstandorte in Österreich, über die rund 98 Prozent der Rundfunkbevölkerung erreicht werden. An strategisch wichtigen Standorten soll Notstrom die Versorgung im Krisenfall für mehr als 72 Stunden ermöglichen.

Zu den weiteren Entwicklungen zählt eine Funktion für Live-Multiview-Streaming. Damit lassen sich mehrere Live-Bildquellen, etwa verschiedene Kameraperspektiven oder Sportspiele, in einem einzigen Stream kombinieren.

red, 22.10.2026, 20:07